Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘hot and new’ Category

  • Lee Goldbergs, Drehbuchautor und bekannt für seine Bücher der Serie um den skurrilen Detektiv Monk hat zwei Bücher (Kurzgeschichten und ein Thriller) für das Kindle von Amazon aufbereitet. Jüngst berichtete er über die Verkaufsergebnisse. Gemessen daran dass, Goldberg bekannter ist und sich auch bemühte diese Bücher im Netz zu bewerben, nehmen sich die Einnahmen relativ bescheiden aus. „I don’t see this as the future of self-publishing, at least not yet. It would take a lot of promotion to reach a wide enough audience to create enough sales to make this financially lucrative […]“.
  • Olen Steinhauer, dessen Buch The Tourist demnächst auch in deutscher Übersetzung erscheint, wird Gastprofessor an der Universität Leipzig. Die Stelle ist wohl von Picador gesponsort und ist am „American Studies department“ angesiedelt, er gibt dort eine Veranstaltung in Literatur und eine in „creative writing“ .
  • Als „Plot-Point Techno Madness!“ bezeichnet Matt Beynon Rees Stieg Larssons Girl with the Dragon Tattoo (deutsch: Verblendung). Rees stört der „journalistische Ansatz“ des Buches und ihn stört vor allen Dingen „In „Dragon Tattoo,“ the eponymous heroine is the now generic thriller/mystery character: the Internet hacker genius. Whenever Larsson needs to inject some new information or to unravel a tricky plot point, his hacker opens up her laptop and links into http://www.secretgovernmentinformation.com, the well-known (to fiction writers) site where all governments, in particular their intelligence networks, store material they want to be sure is available only to fictional hacker geniuses (and by proxy to thriller writers).“ wobei er anmerkt, dass Larsson natürlich nicht der einzige ist, der das Internet neuerdings dazu verwendet dem Helden jedwede Wissen zu verschaffen.

bernd

Read Full Post »

  • Barry Eisler, von dem schon häufiger Gastbeiträge auf M.J. Roses Blog zu lesen waren, fragte sich dort nun, ob Buchmarketing ein Nullsummenspiel sei. Wie einige andere Autoren auch, hatte Eisler seine Leser an den „International Buy Indie Day“ erinnert und somit indirekt dazu aufgefordert, ein Buch nicht bei einer der großen Ketten zu kaufen, sondern bei einem der unabhängigen Buchhändler. Ein Verkäufer einer Kettenfiliale nahm daran Anstoß (die beiden großen Ketten in den USA sind schwer angeschlagen und kämpfen um’s Überleben) und beschwerte sich, dass das Werbung gegen seinen Arbeitsplatz sei. Interessanterweise schreibt Eisler in der Folge, dass er an das Modell des wachsenden Kuchens glaube. Was meiner Meinung nach bedeuten würde, dass der Buchmarkt wachse, tut er aber nicht – abgesehen von der jüngsten Zeit, da die Verbraucher angeblich in der aktuellen Krise eher ihr Geld für billigere Vergnügen wie Lesen ausgeben – alternativ könnte man natürlich auch behaupten, dass der Buchmarkt natürlicherweise schrumpfe und nur mit enormen Marketingaufwand konstant gehalten wird, dann stimmte Eislers Vorstellung. Und weiter schreibt Eisler, dass der Kuchen deshalb wachse, weil es Synergien zwischen den Indies und den großen Ketten gäbe, wobei die Indie als Pioniere funktionieren. Konkret kann Eisler aber auch darauf verweisen, dass in der Vergangenheit die Indies ihn angegriffen hatten, weil er Bücher in Geschäften der großen Ketten signiere.
  • Adults should read grown-up stories to themselves„: Neben dem Amazonthema sorgte am letzten Wochenende auch noch ein Artikel im englischen Guardian für Aufmerksamkeit in der englischsprachigen Bloggerszene. Mark Lawson behauptete in dem Artikel, dass Hörbucher lediglich von Hörgeschädigten, Autofahrern und faulen Studenten genutzt werden sollten. Im Weiteren bekommt man das Gefühl, dass es Lawson insbesondere darum geht, dass Hörbücher im Vergleich zur gedruckten Ausgabe häufig gekürzt sind, aber es scheint ihm auch um das Generelle zu gehen, „There is a visual quality to good writing – the shape and sequencing of the sentences, the length of words and paragraphs, the interruptions of punctuation – that pleads to be seen. That is why a novel, intended to be received through the eyes, and a playscript, written to be mediated for the ears, are such distinct forms„. Nun kann ich die Idee von Lawson im Prinzip sogar verstehen, Hörbücher, die ich gelegentlich bei längeren Autofahrten höre, nehme ich auch anders auf als geschriebene Texte. Aber tatsächlich sind die Fähigkeiten mit den unterschiedlichen Sinnen Dinge wahr- und aufzunehmen bei den Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Lesen ist sicher eine sehr viel abstraktere Form als Hören, manche Menschen haben eben eine bessere auditive Wahrnehmung.
  • Das Library Journal informiert über aktuelle Krimi und versucht diese in einen Kontext zu stellen. Angeblich würde Krimis sich in der aktuellen wirtschaftlichen Krise sehr gut verkaufen (die Zahl der verkauften Bücher ist in Europa seit Ende letzten Jahres angestiegen, in den USA sind die Zahlen, soweit ich weiß, nicht so eindeutig); das Phänomen mag ja richtig beschrieben sein, aber die Argumentation in dem Artikel ist keinesfalls schlüssig und die Gesichtspunkte, die genannt werden, widersprechen sich zum Teil. Die neuesten Trends seien Historische Krimis, Spionagekrimis (Olen Steinauers The Tourist, das demnächst auch in Deutschland erscheinen sollte wird explizit genannt) und „Literarische Krimis“ (zum Beispiel Colin Harrison oder Benjamin Black). Die skandinavischen Krimis hatten schon vor einiger Zeit einen enormen Anstieg erlebt, deren große Zeit sei angeblich schon wieder vorbei, „Our Scandinavian titles received rave reviews in the past, but sales have decreased,„, populär seien jetzt irische Krimis und Bücher aus Asien, Afrika.

bernd

Read Full Post »

  • Letzte Woche gab es doch relativ viel Negatives zum E-Book Reader von Sony zu lesen. Diese Woche geht Sony in die Offensive. Laut Wall Street Journal hat Sony bisher insgesamt 400.000 der Geräte (weltweit ? nur in den USA ?) verkauft und nun hat sich Sony mit Google zusammengetan. 500.000 Bücher, die Google eingescannt hat und die nicht mehr copyright geschützt sind, werden (angeblich kostenlos) zukünftig für den Reader verfügbar sein. Wenn die Vereinbarung von Google mit den Autoren und Verlagen über die copyright-geschützten Bücher unter Dach und Fach ist, dann hofft Sony, dass Google auch diese geschützte Bücher für den Soy Reader verkauft. Das wäre allerdings ein Coup, der Amazon gar nicht schmecken dürfte.
  • For the past three months, I’m averaging two phone interviews a day. But it’s about the films not about the books, which is a bit awkward because I’ve been a bit cut off from it all,“ so David Peace in einem Beitrag/Interview der Financial Times. Man spricht über das Red Riding Quartet, The Damned United (nicht in Deutschland übersetzt) und Tokyo Year Zero (im Artikel fälschlicherweise Tokyo Ground Zero bezeichnet) und natürlich über Peace‘ besonderen Stil: „I would say that poetry is a more realistic way of expressing the way we think and feel, and I see the books more as extended poems than novels.
  • Zickenkrieg ? Tess Gerritsens Bücher sind nicht so ganz mein Fall, obwohl ich zugestehe, dass sie gut schreiben kann. Ihren Blog finde ich interessant und lese es regelmäßig, Dennoch, ihre mitleidserheischende Art habe ich auch schon mit „greinen“ umschrieben. Nun hat die irische Autorin Josephine Damian Gerritsen als „whiny attention whores“ bezeichnet, wobei „whiny“ ja nun nichts etwas anderes als „greinen“ ist. Die so Angesprochene wehrt sich natürlich (ein wenig), das Publikum antwortet getreulich und wenn man ganz ehrlich ist, „attenten whore“ ist nicht korrekt, dass Gerritsen die Aufmerksamkeit bekommt, die die meisten Autoren gerne hätten, dafür kann sie ja nichts. Ihre Blogbeiträge sind in der Regel tatsächlich informativ.
  • Leonard Cassuto schreibt über Charles Ardai und dessen Buch Fifty-to-One mit dem Hard Case Crime die ersten 50 Bücher der Reihe feiert. Dieses Buch ist anders als die zwei andere Bücher des Autoren in der Reihe nicht unter dem Pseudonym Richard Aleas erschienen, sondern unter seinem wahren Namen (i.e. Charles Ardai), denn so Cassuto, Professor für Englisch an der Fordham University und Autor des Buches Hard-Boiled Sentimentality: The Secret History of American Crime Stories: „[…]his talent made it clear that he wasn’t using his publishing house as a personal vanity press.“ – das hatte man aus erfahrener deutscher Hand anders gelesen.

bernd

Read Full Post »

  • Diese kleinen, inhaltlich nicht sehr tragenden Interviews, die einige Blogger anbieten, sie können doch eine Menge über den „Interviewten“ aussagen. Wie das geht, zeigt Colin Bateman bei Crime alway pays. Seine Bücher gehören der Kategorie zum-Ersticken-komisch an und wer das Interview gelesen hat, bekommt eine Vorstellung davon und das ist in solchen „Interviews“ eben selten.
  • Gary Phillips, über den ich hier auch schon häufiger geschrieben hatte, stellt in der Serie Forgotten Books Donald Goines‘ Daddy Cool vor: „At best, his style could be considered unadorned and his approach straight ahead if not downright pedestrian in sections of his work. Yet he remains a kind of Jim Thompson of the ‚hood, given the lives and cold-eyed protagonists he put to the page.“.

gene-x-2Die Bücher von Mystery League Reihe erschienen in den dreißiger Jahren, ihr primäres Ziel war ein ökonomisches kein literarisches, der einzige Autor der Reihe, der heutzutage noch bekannt ist, wenn auch kaum gelesen, ist Edgar Wallace. The caustic cover critic präsentiert nun einige der Art Deco-artigen Cover. Was früher als einfache Gebrauchskunst durchging, entfaltet heute doch einen erheblichen Charme. Wem die Bilder gefallen, der findet auf Flickr auch noch einige mehr.

bernd

Read Full Post »

  • James Patterson treibt sein System der Franchiseliteratur voran. Sein neuestes Produkt ist ein Kettenthriller, ein Buch dessen einzelne Kapitel durch 38 ausgewählte (Nachwuchs)Autoren geschrieben wurden. Lediglich die zugrunde liegende Idee, das erste und das letzte Kapitel sind von Patterson selber. Erscheinen soll das Buch elektronisch, eine kommerziell verfügbare Papierform soll es nicht geben. Das Buch ist letztendlich ein Marketinggag von Ransom House und Borders Australia und wie die internationale Reaktion zeigt ein einigermaßen erfolgreicher.
  • Dank Thomas Klingenmaiers Filmblog bin ich auf Bullshit Science gestossen, dort beschäftigt man sich mit „quatsch von verpackungen„, also Texte, Graphiken, Formen von Verpackungen, die uns glauben lassen, die Produkte sein besser, gesünder, wissenschaftlich untersucht oder was es noch so an Lügen Marketingquatsch gibt. Man muss sich fortlaufend durch die einzelnen Einträge des Blogs arbeiten um so langsam das komplette Wahnsystem der Werbefuzziez zu verstehen – ich hab‘ Tränen gelacht. Dabei ruft Bullshit Science sein volles Potential noch gar nicht ab, Hinweise von Katjes, dass ihre Zuckerprodukte kein Fett oder auf Ölen, dass diese kein Cholesterin enthielten, gehörten da unbedingt hin, erfordern aber Hintergrundwissen, denn Fett oder Cholesterien erzeugt unser Körper aus den Produkten, wenn wir zu viel davon essen.
  • Über das „Vine-Programm“ von Amazon für verdiente (d.h. viel gelobte) Rezensenten hatte ich schon einmal geschrieben. Dass es mich nicht so antörnt, ist klar, dass es andere Meinungen geben kann auch. Olen Steinhauer, der sich als Autor meiner unverbrüchlichen Sympathie sicher sein kann, zeigt an seinem Beispiel, wo der Charme des Systems für Autoren sein kann. Nächste Woche erscheint nach langer Vorarbeit sein Buch The Tourist und Dank dieses Systems gibt es bei Amazon schon 28 Rezensionen zu dem Buch, davon 27 positive. Vom Standpunkt der reinen Kritik her, mag der Wert dieser Rezensionen nicht besonders hoch sein, aus der Sicht des Autors sind sie natürlich Gold wert.  Dass der Verlag für die Teilnahme seines Buches brennen musste (an Amazon, nicht die Reviewer), ist für Steinhauer klar, dass dieses nicht transparent ist, scheint mir nicht korrekt.
  • Sarah Weinman verweist auf ein Interview des Wall Street Journals mit Robert B. Parker, drei Bücher erscheinen dieses Jahr von ihm, Nr. 58, 59 und 60, und sie decken wieder sehr unterschiedliche Bereiche ab, bis hin zum Western. Das Interview gibt nicht viel her, aber die Aussage zu den großen drei ist doch interessant: „I don’t think Ross Macdonald will be read [in 50 Jahren, bk]. The other two, yes. Dashiell Hammett because of „The Maltese Falcon,“ which is an excellent novel, and Raymond Chandler because he was a master of the language. I don’t know many who wrote better than he did. It seems to me that Macdonald became one note, one theme. I never found the wit there that I was hoping for. He was almost, but not quite.„. Das macht aus MacDonald ja beinahe einen Jugendbuchautoren.

bernd

Read Full Post »

Splitter

  • Die Rap Sheets verweisen darauf, dass Len Deighton seinen 80. Geburtstag feiert. Noch vor Le Carres The Spy who come in from the cold wies Deightons The Ipcress File dem Spionagekrimi eine neue Richtung. Aber irgendwie scheint es mir, als wenn der proletarische Deighton im Vergleich zum aristokratischen Le Carre immer zu wenig gewürdigt wurde. Im Telegraph ist ein sehr netter Text über den Autor, von dem ich von allen lebenden Autoren am meisten Bücher habe.
  • Eurocrime verweist auf einen Artikel der Washington Post, der über die Stieg Larsson Mania handelt. Dem Artikel nach, war Larsson 2008 weltweit der zweiterfolgreichste Autor (geschlagen nur von Khaled Hosseini). Im Weiteren hat der Artikel nicht so viel Interessantes zu bieten, außer vielleicht den legendenbildenden Satz: „Swedish crime literature has become a phenomenon in Europe, so much so that the Germans have invented a new word for it: ‚Schwedenkrimi.‘„.
  • Es scheint so als wenn Flop, das Gemeinschaftswerk von Ken Bruen und Jason Starr bei uns in Deutschland nicht so gut angekommen war, man las doch überwiegend ablehnendes. Die Veröffentlichung des zweiten Bandes steht bei uns noch aus, in meinen Augen ist er besser als der erste. In den USA ist im letzten September Max, der dritte Band, erschienen und das was man bei Peter Rozovsky lesen kann, macht neugierig.

bernd

Read Full Post »

Splitter

  • Im Rahmen der Serie „Friday’s Forgotten Books“ schreibt Kerrie über Arthur Upfields Venom House (deutsch: Die Giftvilla) und verweist dabei auch auf die Inoffizielle Arthur W. Upfield Homepage, die schöne Coverbilder und kurze Besprechungen der Büchern des wichtigen australischen Krimiautoren bereithält.
  • Cathi Unsworth schaffte es sowohl 2007 als auch 2008 auf meine Jahresbestenliste, ich halte sie also für eine sehr gute Autorin. Wie gut sie ist, kann man auch an ihrer Besprechung (bzw in dem darin enthaltenen Interview) von David Peace‘ Tokyo Year Zero lesen. Sie betont die Ähnlichkeiten des peaceschen Yorkshire Rippers mit dem Serientäter im Tokyobuch, beide seien Hervorbringungen und Symbole ihrer Umgebung und ihrer Zeit. Ein Thema, das auch in Peace‘ nicht übersetzten Büchern GB1984 und Damned Utd eine wichtige Rolle spiele.
  • Auf M.J. Rose Blog tritt Barry Eisler immer wieder als kluger Gastblooger auf. Im Rahmen der „It’s the market stupid“ Reihe schreibt er über die kurzen Autorenbiographien in Büchern. Anhand eines Beispiel zeigt er, wie lieblos die Verlage dabei vorgingen. Dabei sei das eigene Branding wichtig für die Autoren. So weltbewegend ist es natürlich nicht, was Eisler schreibt aber allein dass er meint, darüber schreiben zu müssen (und auch ein positives Feedback erhält), zeigt dass die Kommunikation zwischen Verlagen und Autoren häufig schlecht ist.
  • M.J. Rose selber schreibt über das mangelnde Wissen von Verlagen u.A. über die Käufer. In keinem anderen Mark kümmerten sich die Verkäufer so wenig um die Wünsche (und die Möglichkeit, diese folglich manipulieren zu können) wie im Buchbereich. Interessant fand ich dabei folgenden Satz Roses: „We also need to understand readers don’t understand the nuances behind the subdivisions of genres.„. Dabei geht es gar nicht so sehr um Nuancen, -> will -> mir -> scheinen.

bernd

Read Full Post »

Older Posts »