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Archive for 8. April 2009

Bevor Jenny Siler The Accidental American (deutsch: Portugiesische Eröffnung) schrieb, hatte sie schon mehrere Bücher verfasst, die überwiegend mit guten Kritiken bedacht worden waren. Dann wechselte sie, zumindest im englischsprachigen Raum, ihren Namen und legte sie sich ein Pseudonym zu, welches keinen Rückschluss auf ihr Geschlecht erlaubt. Mit diesem, Alex Carr ist sie nun für den Edgar nominiert.

Kaum jemand als Siler/Carr könnte damit das Monatsthema von Dorte Jakobsen besser repräsentieren. Diese hat nach Femikrimi und Machokrimi nun den Krimi for Alle im Visier. Siler/Carr schreibt Bücher, die man im weitesten Sinne als Spionagekrimi bezeichnen könnte. Dieses Subgenre wird überwiegend von Männer gelesen, als Frau wird sie, wie sie wiederholt erlebt hat – -> hier erläutert in einem wirklich interessanten Interview (1) – von einigen Männern nicht gelesen und Frauen lesen eben dieses Subgenre generell kaum.

Dumm eigentlich. In erster Linie natürlich für die Autorin, aber nicht nur. Denn Siler/Carr ist eine ganz vorzügliche Autorin. Die Klassifizierung Spionagekrimi verstellt ein wenig den Blick auf die Qualität der Autorin. Genauso gut könnte man sagen, dass Siler/Carr psychologisch motivierte Krimis schreibt, die Elemente des Spionagekrimis benutzen.

Interessant übrigens, dass der Verlag in Deutschland es bei Jenny Siler belassen hat.

bernd
(1)

I’ve been in too many situations where male readers have explicitly told me they don’t read women authors, period. The main problem I see is with readers‘ expectations. The women I mentioned before all have products readers have come to expect from a female author. The Alex Carr books are highly literary, character-driven thrillers about political and moral corruption. Many of the characters are old men, washed-up spies and assassins. It’s the kind of stuff people still don’t associate with female authors.

Siler in besagten Interview.

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I suggested Margaret Millar, who is pretty much out of print everywhere now, and her husband Ken, who was once rather better known as Ross Macdonald, but who, despite my insistence on namechecking him everywhere I go to a degree that borders on the pathological, is largely forgotten these days – witness the recent Guardian list of crime novels you had to read before you died, which found room for five from Agatha Christie, four from Michael Dibdin and three from Ian Fleming but nothing from either Millar.

Keine Überraschung scheint es mir zu sein, dass Declan Hughes Ross Macdonald (Pseudonym von Ken Millar dem Ehemann Margaret Millars) sehr schätzt.

bernd

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