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Archive for 23. März 2009

Das könnten ja nun wunderbare Aussichten für Leser sein. William Rabkin zumindest, seines Zeichens Autor, erhielt letztens eine Anfrage des Customer Communications Department seines Verlags. Da hatte sich ein Käufer eines Buch von Rabkin darüber beschwert, dass zwischen den Seiten 210 und 213 des Buches zwei Figuren auftauchen, auf die vorher und nachher im Buch kein Bezug genommen wird – es gibt aus der Sicht des Autoren, natürlich einen Sinn für das Kapitel: „[…] the chapter is [es soll wohl „in“ lauten, bk] question is a modernistic leap into a new character’s point of view in order to tell a bit of story that does not directly involve Our Heroes, a technique I filched from either Virginia Woolf or Stephen King.“. Rabkin ist weniger darüber irritiert, dass Leser sich beschweren, als darüber, dass der Verlag sowas an ihn weiterleitet.

Lee Goldberg hat weiter gedacht, bei den großen Verlagen und erfolgreichen Büchern, dürfte eine individuelle Betreuung der Leser ja kaum noch möglich sein, gut also, dass es outgesourcte Call Centres gibt: „Hello, this is Rajneesh, how may I assist you with The Girl with the Dragon Tattoo today? Is this a plot-related or prose-related problem?„.

bernd

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