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Archive for 2. Februar 2009

Die Krimiwelt Bestenliste blickt zurück auf das Jahr 2008 und erstellt folgende, ein wenig unglückliche Jahresliste 2008:

1. Richard Stark – Fragen Sie den Papagei

2. Martin Cruz Smith – Stalins Geist

3. Heinrich Steinfest – Mariaschwarz

4. Peter Temple – Vergessene Schuld

5. Leonardo Padura – Der Nebel von gestern

6. Jerome Charyn – Citizen Sidel

7. Robert Littell – Die Söhne Abrahams

8. Tom Rob Smith – Kind 44

9. Jenny Siler – Portugiesische Eröffnung

10. Jean-Francois Vilar – Die Verschwundenen

Heinrich Steinfest und Peter Temple haben es mindestens zum zweiten Mal in Folge auf die Liste geschafft.

Für denjenigen die die Bestenliste das Jahr über begleitet haben, dürfte diese Liste ein paar Überraschungen bereit halten. Insgesamt 52 Bücher wurden im laufenden Jahr genannt (die Titel, die das erste Mal 2007 genannt wurden und in Januar oder Februar 2008 noch auftauchten, lässt man besser außen vor), durchschnittlich tauchte ein Buch also 2,3 mal auf der Liste auf. 16 Bücher wurde einmal, 11 Bücher zweimal, 20 Bücher dreimal und bisher 5 Bücher viermal genannt – Kate Atkinsons Lebenslüge, Ian Rankins Rest von Schuld und John Le Carres Marionetten sind bisher jeweils dreimal genannt worden und können bei einer Nennung im März noch hinzukommen. Viermal wurden Die Nebel von gestern, Stalins Geist, Die Söhne Abrahams, Fragen Sie den Papagei und Portugiesische Eröffnung genannt, alle diese Titel tauchen in der Jahresendliste auf.

Ansonsten zeigt diese Liste aber auch, dass das Konzept hier in die Sackgasse gerät, später dazu noch etwas. Hier noch der Hinweis, dass Axel Bussmer mit seiner Aussage vom letzten JahrDezember ist zu spät für die einen Jahreslisten. Januar zu früh für die nächsten.„, Recht hatte: Die Dezemberbücher scheinen benachteiligt. Für das nächste Jahr können sich die drei oben genannten Bücher von Atkinson, Rankin und Le Carre nicht mehr qualifizieren, dass sie aber im Vergleich zu den oben gelisteten Titeln bei den Juroren allesamt schlechter abschneiden, kann ich mir nicht recht vorstellen, da zum Beispiel Le Carres Marionetten zum dritten Mal in Folge auf dem ersten Platz der Monatliste liegt. Vermutlich ist das das Schicksal jeder Liebhaberauswahl, bei der nicht alle Juroren alle in Frage kommenden Titel gelesen zu haben. Auch wenn, wie hier, die Liebhaber erfahrene Profis sind.

Vier der zehn Bücher sind Tb-Ausgaben. Ein Buch ist von einem deutschsprachigen Autoren.

bernd

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Der Nordamerikanische Ableger der International Association of Crime Writers hat die Bücher bekannt gegeben, die 2009 für den Hammett Prize nominiert sind:

Leading Lady von Heywood Gould
The Finder von Colin Harrison
City of the Sun von David Levien
The Turnaround von George Pelecanos
South by South Bronx von Abraham Rodriguez

Wie zumeist beim Hammett eine sehr eigenständige Liste. The Finder war zum Beispiel auch schon von Oline Cogdill hoch gelobt worden, weswegen ich es auch besitze. Auch Abraham Rodriguez macht neugierig, 1995 gewann er den American Book Award, sein Buch Spidertown erschien auch in Deutschland. Und David Levien hat das Drehbuch zum Film The Winter of Frankie Machine geschrieben, das auf einem Buch von Don Winslow beruht, von dem wiederum demnächst ein Buch bei Suhrkamp erscheint.

Der Gewinner wird 4-5. Oktober auf der New Atlantic Independent Booksellers Association (NAIBA) Sales Conference in Baltimore bekannt gegeben.

Mit Dank an Rap Sheet

bernd

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