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Archive for 28. Januar 2009

John Updike ist ein Autor, der mein Leseleben begleitet hat. Von daher war ich betroffen, als ich heute Morgen vom Tod Updikes hörte. Der Deutschlandfunk hat zum Tode des großen Autors ein älteres Interview, das Denis Scheck führte, aus den Archiven geholt. Die beiden sprechen nicht nur über die letzte Rabbit-Novelle – Rabbit Remembered (dt. Rabbit, eine Rückkehr)- sondern auch über Updikes Einstellung zum Schreiben und der Sprache usw.

bernd

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Es schaut so aus, als wenn nicht nur die professionellen Rezensenten Deutschlands sich gelegentlich im Ton vergriffen, auch bei Amazon wird mitunter, gerne auch anonym, mit harten Bandagen vorgegangen.

Susan O’Doherty ist im wirklichen Leben klinische Psychologin, sie behandelt überwiegend Autoren und Künstler. Zudem bloggt sie regelmäßig bei M.J. Rose, ihre letzten Beiträge beschäftigten sich mit den hässlichen Seiten von Amazon- Besprechungen, also mit solchen „Rezensionen“, die nicht aus Zorn über ein schlechtes Buch verfasst sind, sondern die mit dem Ziel geschrieben werden, zu verletzen.

Zuerst war da die Frage einer Autorin, die in einer Rezension wegen ihres Photos auf dem Umschlag ihres Buches angegriffen wurde und die meinte am Stil der Rezension eine Bekannte und Kollegin als die anonyme Autorin erkannt zu haben.

O’Doherty empfahl ihr auf diese Geschichte nicht öffentlich zu reagieren, derart destruktive Menschen neigten sowieso zur Selbstzerstörung. Um aber selber nicht an der Sache kaputt zu gehen, riet sie zu „catharsis and release„. Hierzu soll sie ein Text über diese Geschichte schreiben und dort ihren Zorn reinpacken, nach zwei Tagen soll sie dann diesen Text symbolträchtig vernichten. Im zweiten Teil soll sie sich dann das Gesicht ihrer Widersacherin vorstellen und diesem mitteilen, das diese keine Macht über sie hätte.

Im zweiten Teil antwortete sie dann einer Autorin, die genau solche verletzendes Texte bei Amazon schreibt.  O’Doherty riet ihr, sie solle lernen, möglicherweise mit professioneller Hilfe, auf sich selber zu achten und Befriedigung dadurch zu erfahren, dass sie etwas gut mache, nicht dadurch, dass sie Lob erhält, denn darin läge häufig die Ursache für ein derartiges Verhalten.

Und im dritten Teil stellte sie eine Typologie der Menschen vor, die über Amazon-Rezensionen ihr Gift versprühen.

1.) The Wrong Customer: Menschen, die üblicherweise ganz andere Arten von Büchern lesen und nun einen Schuldigen dafür suchen, dass sie die falsche Art an Buch ausgesucht haben.

2.) The People’s Court Plaintiff: Menschen, die Bücher, die sie nicht mögen, am liebsten verschwinden sähen.

3.) Bitter Enemy of Everything Your Book Represents: Menschen, die das Gesellschaftsbild, welches durch ein Buch repräsentiert wird, nicht mögen.

4.) Personal-Attack-Perpetrating Pig: Menschen mit Verhaltensdefiziten, deren Rezensionen die Spielregeln von Amazon verletzen.

bernd

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