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Archive for 15. Januar 2009

The chain bookstore, the bloated publishing house, and the specific corporate way of publishing that goes with them are indeed in peril. This may no longer be their time. As for the time of the book, add on another century if you want, but in our ever restless universe it does seem to be shortening.

Schreibt Tom Engelhardt

bernd

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playboyMit Last Seen Wearing, das 1952 erschien, war Hillary Waugh einer der Gründerväter des Polizeikrimis. In den letzten Jahren war es ein wenig ruhiger um ihn geworden, am 8.Dezember war er im Alter von 88 Jahren verstorben. Tod eines Playboy (Original Rich Man, Dead Man oder Rich Man Murder) aus dem Jahr 1956 ist eines seiner rund 50 Bücher, das nie so sehr die große Aufmerksamkeit erfahren hatte. 1962 war es bei „Die Mitternachtsbücher“ erschienen.

Im Mittelpunkt des Buches steht der Icherzähler Eddie Chavez, Leutnant bei der New Yorker Polizei und im Morddezernat tätig. Als eines Tages sein Jugendidol und damaliger Freund seines älteren Bruders, Herb Ecckles zu Besuch nach New York kommt, nutzt er die Gelegenheit diesen im Baseball-Stadium der Yankees zu besuchen. Man verbringt den Abend miteinander, Stella, Herbs partysüchtige und bildhübsche Frau lädt ein paar Leute ein, unter anderen den Millionärssohn George Andrews und irgendwann muss Eddie auch noch einen stadtbekannten Schurken inhaftieren. Am nächsten Morgen wird Eddie zu Andrews‘ Wohnung gerufen, wo dieser erschlagen aufgefunden wurde.

Dominiert wird das Buch aber eigentlich von Herb Ecckles, Ölmillionär und früher auch einmal bei einer Detektei tätig. Mittlerweile ist er reich und hat sich eine präsentable Frau kaufen können, aber so richtig unbeschwert glücklich ist er dennoch nicht. Er säuft und grantelt die Leute an, ist aber auch derjenige, der immer wieder die Einfälle hat, die in die richtige Richtung weisen und Eddie helfen den Fall zu lösen. Herb Ecckles ist so eine dieser prallen Figuren, die alle anderen an den Rand drängen und einem Buch ihren Stempel aufdrücken.

Tod eines Playboys ist eigentlich recht konventionell gehalten, incl. des Line-ups der verbliebenen Verdächtigen am Schluss. Überraschend wie großzügig der Polizist den Hobbydetektiv ständig auf dem Laufenden hält und ihn auch zum Tatort mitnimmt. Ein Hybrid von Polizist und Hobbydetektiv löst den Fall, könnte man auch sagen. Das ganze Buch ist so ein Hybrid: Ein wenig Polizeiroman, in dem über die Polizeiarbeit und den Schwierigkeiten innerhalb der Organisation erzählt wird, ein wenig Straßenroman, der ein wenig in die Straßen New Yorks reinschnuppert.

Das Buch ist kurz und knapp mit vielen, in der Übersetzung zuweilen schrägen Bildern erzählt. Was den zeitgenössischen Leser etwas nervt, ist das nuttige Bild der Frau im Allgemeinen, welches das Buch beherrscht. Dabei war es nur wenige Jahre später, dass Waugh mit toughen Sexualverbrechensstories, die bürgerliche Welt überraschte.

bernd

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