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Archive for 12. Januar 2009

Um auch eine Ahnung davon zu haben, was dieses Jahr bei den Krimipreisen auf uns zu kommen kann, einmal ein Blick auf die Bücher, die zum Jahresende 2008 gelobt werden.

David Montgomery von Crime Fiction Dossier liefert keine Jahrenbestenliste, da er meint, nicht genügend wirklich gute Bücher gelesen zu haben –  deshalb sammelt er auch Stimmen ein und hat soweit 39.

Oline Cogdill ist eine der landesweit bekannten Rezensenten in den USA, ihre Liste findet sich auf  auf NewsOK. Sie enthält relativ viele Zweitlinge.  So

The Likeness von Tana French

The King of Swords von Nick Stone

Trigger City von Sean Chercover

Unter den weiterhin genannten Büchern sind einige, die ich auch schon las oder auf jeden Fall lesen werden

Red Knife von William Kent Krueger

The Turnaround von Georg P. Pelecanos

The Dawn Patrol von Don Winslow

Envy the Night von Michael Koryta

Gerade Envy the Night des früheren Edgar-Finalisten Michael Koryta findet sich auf zahlreichen Listen; der Vorgänger, A Welcome Grave war 2008 für den Shamus nominiert und steht bei mir sowieso noch an.

Die Damen und und Herren beim January Magazine haben ebenfalls eine relativ umfangreiche Liste (-> hier und -> hier) zusammengestellt

Auch hier finden sich

– Envy the Night von Michael Koryta

– The King von Swords von Nick Stone

– Trigger City von Sean Chercover

– Don Winslow von The Dawn Patrol

Aber auch

Paying for It von Tony Black

– Everybody Knows This Is Nowhere von John McFetridge

Toros & Torsos von Craig McDonald

Empty Ever After von Reed Farrel Coleman

The Girl with the Dragon Tattoo von Stieg Larsson

Und letztlich erstellte Kerrie auf Mysteries in Paradies eine Zusammenstellung der Favoriten von 39 englischsprachigen Bloggern

Die gesamte Liste findet sich -> hier, mit 396 Büchern ist sie nicht besonders übersichtlich.

Die Autoren, die am häufigsten genannten  wurden, waren Stieg Larsson mit 12 Nennungen, Chris Grabenstein, Craig Johnson, Michael Robotham mit 7 Nennungen und Adrian McKinty, Kate Atkinson, Tana French mit 6 Nennungen.

Craig Johnson finde ich überraschend, es ist sonst kein Name der häufig im Internet auftaucht, aber anscheinend ein Autor, der gelesen wird, ebenso Kate Atkinson, die sich derzeit in Deutschland recht erfolgreich auf der Bestenliste schlägt. Über Adrian McKinty hatte ich mich ja begeistert gezeigt, von ihm soll ihm Sommer die komplette Dead Trilogie als Sammelband kommen – dringende Leseempfehlung.

Wenig überraschend also die Bücherliste, die Kerrie zusammenstellte.

11 -THE GIRL WITH THE DRAGON TATTOO von Stieg Larsson
7 – SHATTER von Michael Robotham
6 – WHEN WILL THERE BE GOOD NEWS? von Kate Atkinson
5 – THE COLD DISH von Craig Johnson
4 – NO TIME FOR GOODBYE von Linwood Barclay
3 – A SLIP OF THE KNIFE von Denise Mina
3 – BLACK SECONDS von Karin Fossum
3 – CHILD 44 von Tom Rob Smith
3 – DIAMOND DOVE von Adrian Hyland
3 – EVERYBODY KNOWS THIS IS NOWHERE von John McFetridge
3 – IN THE WOODS von Tana French
3 – SILENT IN THE GRAVE von Deanna Raybourn
3 – THE BRASS VERDICT von Michael Connelly
3 – THE DRAINING LAKE von Arnaldur Indridason
3 – THE GIRL OF HIS DREAMS von Donna Leon
3 – THE LIKENESS von Tana French
3 – THE PRIVATE PATIENT von P.D. James
3 – TRIGGER CITY von Sean Chercover
3 – VODKA DOESN’T FREEZE von Leah Giarratano
3 – WHITE NIGHTS von Ann Cleeves

Auch hier teilweise wieder bekannte Namen. Stieg Larsson ist für mich einer der Kandidaten für den Anthony, Child 44, Trigger City und The Likeness sind auch Bücher, denen wir sehr wahrscheinlich wieder begegnen werden.

bernd

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Ich möchte mich keineswegs als Besserwisser aufspielen, aber das Folgende finde ich ganz außerordentlich interessant, weil es zeigt, wie die Masse der Laien mit ihrer Benutzung von Fachtermini die Wirklichkeit der Fachsprache überrollt. Da las ich Astrid Paprottas netten Beitrag über Worte und stolperte über die folgenden: „Anthrophobie: Angst vor Blumen„. Sieht falsch aus, auf dem ersten Blick. Solche Wörter sind ja immer zusammengesetzt, -phobie bedeutet die Angst, also müsste anthro- die Blume bedeuten. Sehr schnell findet man dann auch im Internet folgenden Hinweis: „Der Begriff der Anthrophobie beruht auf einem Rechtschreibfehler: natürlich muß es entweder Anthropophobie (Angst vor Menschen) oder Anthophobie (Angst vor Blumen) heissen, interessant ist, daß es mehr Google-Ergebnisse gibt für das falsche Anthrophobie (u.a.Wikipedia), die meisten dürften voneinander abgeschrieben haben, als für das richtige Anthophobie.

Wortherkunft von Anthophobie – altgriechisch: antho-,anth-= Blume; phobia=Angst.“ ebendort. Schließlich lautet es auch Anthologie [zu griechisch ánthos »Blüte«], Anthographie(griech.)“»Blumenschrift«, die Kunst, durch natürliche Blumen Gedanken und Empfindungen auszudrücken“ und anthophil [von *antho -, griech. philia = Freundschaft]. In der Tat findet sich mittels Google meistens der falsche Begriff, gegen die Wikipedia hat einfach keine Wahrheit der Welt eine Chance – Focus hat es übrigens richtig gewusst.

Dass man bei der Suche nach Information im Internet wirklich vorsichtig sein muss, zeigt auch der Begriff der Anthrophobie, der erläutert wird – korrekt lautet es Anthropophobie. Analog gilt es für den Begriff der Anthrophagie der nun mal richtig Anthropophagie lautet, schließlich lautet es auch Anthroposophie und Anthropologie und nicht Anthrologie.

Schlecht wenn man da Hellenologophobie hat: Angst vor griechischen Begriffen.

bernd

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