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Archive for 18. Dezember 2008

(deutsch: Der Profi)

cleaner1Jonathan Quinn ist Cleaner, Aufräumer. Im Spiel der geheimen und der nicht so geheimen Dienste ist er derjenige, der nach Aktionen für Ordnung sorgt. Manchmal geht etwas schief, dann muss man es vertuschen, evt. Leichen wegschaffen, Spuren beseitigen, sicherstellen, dass keine Zeugen vorhanden sind – also verhindern, das die Öffentlichkeit oder andere Dienste vom Missgeschick erfahren. Manchmal gelingt eine Aktion ganz außerordentlich gut, dennoch muss auch dann aufgeräumt werden. Er ist einer der Besten und als Freiberufler ganz außerordentlich erfolgreich. Quinn lebt verschwiegen, zurückgezogen und gut gesichert, alles darauf abgestellt, dass ihn keiner kennt.

So ist es dann auch kein Wunder, dass er den getarnten Angreifer entdeckt, die da vor seinem Fenster hockt. Mit Quinn werden zeitgleich mehrere Mitarbeitern des Dienstes überfallen, für den er in der letzten Zeit besonders oft gearbeitet hatte. Er begibt sich auf die Flucht und reist über Vietnam nach Berlin. Wer Freund ist und wer Feind, ist nicht immer ganz klar, auch für Quinn nicht, der mit einer Kollegin und seinem Helfer gegen einen mächtigen Gegner kämpfen muss.

The Cleaner spielt ein wenig mit dem Spionagekrimimilieu hat aber wenig mit einem Spinagekrimi gemein. Es geht wenig um klandistine Informationen, sondern schlicht und ergreifend um die simple Thrillerfrage wer will Quinn an den Kragen. Der selber ist natürlich ein mit allen technischen Raffinessen arbeitender Mann und wenn er sich selber nicht weiterhelfen kann, dann kennt er jemanden, der dementsprechende Kniffe und Tricks vertraut ist.

Ein wenig ärgerlich wird’s, wenn Battles dann auch noch anfängt mit Viren zu arbeiten. Das ist so wolkig geschrieben, dass auch ein Unwissender merkt, dass Battles vom Thema keine Ahnung hat.

Ansonsten ist es ein wenig ein eigentümlicher Thriller, twas untertourig kommt er daher, als sei er eigentlich für ältere Christieleser geschrieben, erst zum Schluss dreht er auf. Zuvor jedoch setzt Battles immer wieder zu überflüssigen Erläuterungen und Erklärungen an, die inhaltlich nichts, atmosphärisch meistens nichts bringen und auch sonst kaum weiterhelfen. Hier ein guter Editor und man hätte glatt ein Drittel des Textes einsparen können. Diesem Editor wäre dann vielleicht auch aufgefallen, dass so manche Lösung, die Battles findet um sich bzw Quinn aus der Klemme zu helfen, nicht unbedingt überzeugend ist.

The Cleaner ist ein Buch mit guten Ansätzen und einer interessanten Grundidee. Es lässt sich flott und unangestrengt lesen, weist aber doch einige Schwächen im Detail auf.

bernd

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