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Archive for 10. November 2008

Welch Lob

Friedrich Ani nutzt den Kriminalroman als preisgünstiges, einfaches, für jedermann handhabbares Medium, das einfach erzählend nahe am Herz der Menschen ist, weil es sich für das Hier und Jetzt interessiert, ohne um literaturgeschichtliche Bedeutung zu buhlen.

Ulrich Noller zu Wer tötet, handelt von Friedrich Ani

Ist das jetzt ein Danaer-Kompliment ?

bernd

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Elisabeth Zelvin, eine der Personen hinter dem Blog Poe’s Deadly Daughters ist Psychotherapeutin, spezialisiert auf Sucht und Alkoholismusbehandlung.Elisabeth ist eine ausgesprochen nette Person, die auf höfliche Art versucht ihre Standpunkte deutlich zu machen.

If enough people search for secondhand books instead of buying them new (even at an online discount), the consequences can be as dire for the authors as if the readers hadn’t bought them at all: no next contract, and thus the end of a series that readers have been enjoying; a one-book contract rather than two or three, so the author’s career is always on the line; no paperback edition, so the author never gets a crack at the wider readership that won’t pay for a more expensive hardcover.

Diesmal geht er ihr um gebrauchte Bücher, Für die spät als Autorin erblühte, wurde dieses Jahr ein Traum war. Unter dem Titel Death Will Get You Sober erschien ihr erstes Buch als Hardcover und sie riss sich den Arsch auf war sehr aktiv, um die Leser auf sich und ihr Buch aufmerksam zu machen. Kein Wunder also, dass sie etwas irritiert ist, wenn Menschen ihr erzählen, sie wollten ihr Buch gebraucht kaufen, denn – siehe oben – die Zahl der verkauften Bücher erhöht sich dadurch für sie als Autorin nicht.

In der Tat kann man ein wenig an der sozialen Intelligenz von Menschen zweifeln, die glauben, Autoren freuten sich, wenn man ihnen erzählt, eines ihrer Bücher gebraucht kaufen zu wollen.

Die Schlussfolgerung für Elisabeth ist eindeutig und sie dürfte sich damit der Zustimmung der allermeisten Autoren sicher sein. Weg mit dem Sekundärmarkt der gebrauchten Bücher, weg mit dem Gebrauchtbuchhandel – klar, versteht man. Ökonomisch jedoch scheint mir die Idee ein klein wenig naiv, denn dieses Vorgehen würde sich negativ auf eben jene Autoren auswirken.

Betrachtet man die Verkäufer von gebrauchten Büchern, dann besorgen die sie sich mit dem Verkauf einen Rabatt. Wenn die Hälfte der zuvor neu gekauften Bücher zu einem Drittel des Preises weiter verkauft wird, beträgt dieser Rabatt 16,7 %. Die gängige Annahme ist, dass die Verkäufer das eingenommene Geld wieder in neue Bücher anlegen, sie kaufen als mehr Bücher für’s gleiche Geld. Die Käufer von gebrauchten Büchern nutzen offensichtlich einen sehr viel größeren Rabatt. Ich bezweifle, dass diejenigen von Ihnen die Hardcoverbücher gebraucht kaufen, in gleicher Menge neue Hardcover kaufen würden, wenn es keine gebrauchten Bücher mehr gäbe. Das Extraprestige der Hardcover spielt nur eine geringe Rolle und die meisten haben vermutlich ein ausgereiztes Budget, können (oder wollen) also gar nicht mehr Geld für Bücher ausgeben. Wenn sie die Zahl der Bücher konstant halten wollen (was ich vermute), werden sie komplett auf Taschenbücher wechseln.

Man kann den Effekt abschätzen, den der totale Stopp des Gebrauchtbücherverkaufs hätte. Konzentrieren wir uns auf die Hardcover und nehmen wir an, dass jeder Verkäufer von gebrauchten Büchern das eingenommene Geld in neue Bücher reinvestiert und diese Gruppe (hier verbergen sich auch Bibliotheken) auch nicht bereit ist, mehr Geld für Bücher auszugeben. Die Zahl der gekauften Bücher soll jedoch konstanten gehalten werden, auch wenn keine Erlöse mehr aus dem Verkauf der gebrauchten Bücher erzielen werden, ein Teil der Bücher müsste also durch günstigere Taschenbücher ersetzt werden. Diejenigen, die gebrauchte Bücher kaufen, würden vollständig auf den Taschenbuchsektor wechseln.

Wenn vor dem Stopp des Gebrauchtbuchhandels 20% der verkauften Neubücher Hardcover sind und die Hälfte dieser Bücher zu einem Drittel des Preises weiterverkauft werden und der Neupreis von Hardcover 2.5 mal so hoch ist wie der von Taschenbüchern (z.B. 20€ vs 8€), dann würde die Zahl der verkauften neuen Hardcover um 12.5 % zurückgehen (wenn ein Drittel der Hardcover zu einem Drittel des Preises verkauf werden um 6,75 %). Das ist relativ viel und ich vermute es träfe weniger die großen und bekannten Namen sondern eher die Newcomer, wie zum Beispiel Elisabeth Zelvin.

bernd

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