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Archive for 7. November 2008

Splitter

  • Nun gut, seine Zeit ist abgelaufen. Georg W. Bush macht sich auf in die Lehrbücher der Geschichte. Dort, so vermute ich, wird es ihm nicht gefallen. Dass seine Regentschaft eine große Katastrophe war und diese Welt nachhaltig verändert haben wird, klar, das wissen wir, die wir etwas abseits sitzen. Aber, dass sie so einhellig als ein Desaster erlebt wird, überrascht doch (ein wenig). Der Guardian befragte einige US-amerikanische Literaten unterschiedlicher Herkunft über den Zustand der USA nach Bush.
  • No, I can’t get over it, and neither can my friends, hard as we all try. When we meet for dinner we do our best to take up other subjects – books, gossip, movies, our children – but then, like the addicts we’ve become, we sneak back to the drug of outrage, shooting up the latest barefaced lie and squalid revelation, not forgetting to list yet again the national and global catastrophes brought about by the incompetence, hypocrisy, muddleheadedness, venality, truculence, mendacity, callousness, zealotry, machismo, lawlessness, cynicism, wishful thinking, and occasional downright evil of the administration of George W Bush. Our economy is in freefall, our public school system a disgrace, our military exhausted, the wounded and traumatised dying of neglect, yea, the very earth groaning for relief – and he’s optimistic! Yessiree! Looking forward to it! Leaning toward us over the podium with that exasperated little squint and that impatient, dentist-drill voice, utterly at a loss as to how he got saddled with a nation of such gloomy Guses and crybabies.

    Schreibt zum Beispiel Tobias Wolff. Selten eine historische Figur gesehen, die so einseitig negativ dargestellt wird. Wäre deshalb schön, wenn sie wenigstens einen Menschen aufgetrieben hätten, der lobenswerte Aspekte der Amtszeit Bushs benennen könnte.

  • Es nimmt kein Ende, seit beinahe einem halben Jahr werden bei rap sheet Bücher besprochen, die von der Lesewelt vergessen wurden und must-reads sein sollen. Letzten Freitag war Eric Amblers A Journey into Fear (deutsch: Die Angst reist mit) dran, einer Empfehlung, der ich mich gerne anschließe. Die Woche zuvor wurde Despair (deutsch: Verzweiflung) von Vladimir Nabokov besprochen, einer Empfehlung, der man sich vermutlich Anderenorts gerne anschließt.
  • Anlässlich des Todes von Michael Crichton am 4.11.sprach Denis Scheck gestern im Deutschlandfunk (17:36) über den amerikanischen Autor. Ein sehr launiger und informativer Beitrag für den man gerne seine Rundfunkgebühren bezahlt.
  • Tom Piccirilli, der diesjährige Gewinner des ITW (International Thriller Writers)-Awards in der Kategorie Bestes Taschenbuch und mehrfacher Gewinner des Bram Stoker Awards, beschwert sich. Da ist er regelmäßig in einem Leserforum und niemand dort hatte ihm bisher Don Winslow ans Herz gelegt. In der Tat ist Winslow einer der konsequent übersehenen Autoren und sein The Power of the Dog eines der besten Bücher des Genres, ever. Es ist eines der Bücher, die aufgrund der Mundpropaganda drei Jahre nach Erscheinen immer noch von Lesern entdeckt werden.
  • Thomas Wörtche hatte, der ein oder andere wird sich erinnern, in sehr deutlicher Sprache prinzipielle Bedenken am Konzept von Hard Case Crime angemeldet. Das hinderte ihn nun aber nicht daran eine differenzierte „So tickt das Buch nunmal – handwerklich nicht gerade ein Prunkstück“ aber letztlich doch eindeutig positive Rezension „[…] diese Szenerie ist durchaus tägliche Praxis und ihre Inszenierung hier weit beeindruckender und relevanter als die Fehler und Macken“ über Christa Fausts Hardcore Angel (Original: Money Shot) zu schreiben.

bernd

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