Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 24. Oktober 2008

  • Skandinavien hat sich bei uns ja schon seit vielen Jahren als Lieferant von Spannungsliteratur etabliert, in den englischsprachigen Ländern besteht da immer noch ein wenig Nachholbedarf. Auch dort sind natürlich die Bücher von Maj Sjöwall and Per Wahlöö Klassiker, dennoch Uriah Robinson schafft es auch heute noch, Leser von ihrem Wert zu überzeugen. Ganz anders liegt die Sache bei K.O. Dahl, über den Rap Sheet schreibt: „After more than a decade of enormous success in his home country, Kjell Ola Dahl–the master of Norwegian crime writing–is now gaining wider recognition abroad with his intelligent crime novels.„, derzeit erscheint in UK das zweite Buch des Autors. In Deutschland dagegen liegen seit 1996 sechs Bücher des Autors übersetzt vor.
  • Bücher zu verschenken ! Gibs nich ? Gibs doch ! Bei M.J. Rose nämlich. Deren Buch The Reincarnationist kann man bis zum Ende des Monat bei eHarlequin als E-Book kostenlos ‚runterladen.
  • M.J. Rose ist einer der marketingtheoretisch klügsten Köpfe im Genre und ihr Blog ein steter Quelle entsprechender Inspiration und Einsicht. Ausführlich erklärt sie, weswegen sie dieses Angebot macht: „It’s because trying something for free is the best way of discovering it. And free doesn’t mean sampling a quarter of a cookie – it means the whole cookie. […] It doesn’t mean reading the first five pages of my book online – it means reading my whole book for free as a way of discovering me as an author.“ Vor einigen Jahren hätten sie und Kollegen das auch schon ausprobiert und viel Erfolg damit gehabt.

  • Lee Lofland ist nicht nur Krimiautor sondern auch ausgebildeter Polizist. Kein Wunder also, dass ihm manche der immer wieder in Krimis zu lesende Mythen sauer aufstoßen. Zwanzig dieser Fantasien stellt er uns vor. Die meisten der Dinge scheinen eigentlich trivial. Es leuchtet ein, dass Polizisten nicht die Sirene anschalten, wenn sei vom Tatort wegfahren, dass DNA Teste nicht wenige Stunden dauern, dürfte auch bekannt sein (letztens las ich ein Buch, da dauerte es mehrere Wochen bis das Ergebnis fertig war) und die übliche Drohung, dass das FBI den Fall übernehme, ist laut Lofland auch nicht wirklich plausibel: „The FBI does not ride into town and take over murder investigations from local police. In fact, as a rule, the FBI doesn’t investigate murders.„. Interessant ist der Hinweis, dass nicht jeder „deputy sheriffs“ ein „police officer“ ist, „Many deputy sheriffs who work in jails and courtrooms are not cross-trained as police officers. They are certified as corrections officers (jailers), or courtroom security officers (entirely different training). Also, many deputies working as process servers (deputies who serve civil papers, such as jury summons and lien notices) are not certified police officers. They all could be police officers, but often are not. Jails simply cannot afford to send their officers through police academies when the deputies would have no use for specialized police training.„. Eine andere Legende erwähnt er nicht.Schalldämpfer führen keinesfalls dazu. dass der horrende Lärm des Schusses zu einem idyllischen Plopp reduziert wird, sie reduzieren in geschlossenen Räumen hauptsächlich das Risiko zu ertauben.
  • Beim boersenblatt gibt es ein kurzes Interview mit Frank Thurmann, Chef von KNV (was KNV ist, schreiben sie nicht leider nicht). Zum E Book sagt der Zwischenbuchhändler:“Der E-Book-Vertrieb wird in erster Linie im Internet stattfinden, durch Internet-Kaufhäuser wie amazon.de, Suchplattformen und auch über Communities in einer Web 2.0-Welt oder durch Verlage direkt. Die Rolle des Buchhandels im B2B-Geschäft hat Potenzial, wenn es dem Buchhändler gelingt, seine Wertschöpfung darzustellen und zu verkaufen.“ Das halte ich auch für plausibel. Warum soll der Kunde ins Buchgeschäft gehen, um seinen Reader aufzuladen, wenn er/sie es auch direkt übers Internet machen kann ?
  • Jeff Cohen schreibt, dass der US-amerikanische Verlag Ingram für seine Autoren einen Telefondienst hat, bei dem diese sich über die aktuellen Verkaufszahlen ihrer Bücher erkundigen können. Damit wird es im neuen Jahr ein Ende haben, Ingram stellt diesen Dienst ein. Nun, da der Verlag keinen Ersatz anbietet, fallen die Autoren natürlich in ein Loch, sie haben keine Möglichkeiten ein Gefühl dafür zu bekommen, wie gut (oder schlecht) sich ihre Bücher verkaufen. Das anderenorts favorisierte Verkaufsrankin bei Amazon böte, so Cohen, keine Alternative:“How will we fill that void in 2009? Certainly not by checking Amazon numbers–NOBODY takes those seriously, including Amazon. In fact, it’s hard to know exactly why the company thinks it’s important to list a sales rank for each book it sells, and how (or if) it’s calculated. But any author who becomes elated because his book went up from 232,582 to 198,746 might want to think about another line of work.

bernd

Read Full Post »