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Archive for 17. Oktober 2008

Splitter

  • Gerard Brennan bei Crime Scene NI hat sich nun auch aufgemacht 1974 von David Peace zu lesen, „This book is nihilistic, emotionally wretched and stomach churning. That hardly comes across as praise, but it takes some seriously powerful writing to depress a happy young pup like myself. Peace is a dark prince doling out ill-ease and melancholy.“ Erstaunlich eigentlich und Zeichen seiner Kraft, dass jetzt noch nach vielen Jahren dieses Buch immer wieder neu entdeckt wird.
  • Sarah Weinman hat sich viel vorgenommen: „I will say up front that I’m going to have to read this about three more times before I understand Durrenmatt’s intentions clearly,“, weiter schreibt sie über Friedrich Dürrenmatts The Assignment: or, On the Observing of the Observer of the Observers (deutsch: Der Auftrag oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter): „The quality here is deliberately hallucinatory as the reader seems to fall into the narrative clause by clause, comma by comma, so no wonder the effect is both confusing and revelatory.
  • Lange hat Anobella die Menschheit auf ihr Opus magnus warten lassen. Wenn ich als Leser ihres Blogs den Prozess des Schreibens richtig verstanden habe, dann würde sie The Reverse Cowgirl und deren Fazit übers Schreiben von Herzen zustimmen: „All I know is that writing a novel is a b-i-t-c-h.„.
  • Zur Frankfurter Buchmesse gab es in der Mittwochsausgabe der Süddeutschen einige Artikel, die sich weniger mit konkreter Literatur und mehr mit grundsätzlichen Fragen des Marktes, insbesondere dem E-Book, beschäftigten. So ist schon auf der ersten Seite die Quintessenz zu lesen, dass Bücher digital werden. In einem Interview mit Peter Sillem, Programmleiter für Sach- und Wissenschaftsbücher beim S. Fischer Verlag erklärt dieser, dass neue Bücher ab 2009 bei S. Fischer auch immer als E-Books zur Verfügung stehen sollen. Einer der Artikel der Süddeutschen ist online zu lesen. Er handelt von der Transformation des Buchmarktes, Der Buchhandel hat sich zu seinem schweren Nachteil transformiert […] Echte Beratung [bei den Handelshäusern und –ketten, bk] darf man nicht mehr erwarten […] Perfekt wird nur noch die augenblickliche Bestsellerliste bedient.Peter Sillem ergänzt in dem (lesenswerten) Interview, dass er die Praktiken der Händler, die Sachbücher in irgendwelche Winkel verstecken, eigenartig findet und die Marktmacht der großen Händler, deren Umsätze jene der größeren Verlage übertreffen, bedrohlich findet.
  • Dazu passt dann auch die Information, dass Sony seinen E-Book Leser, der wie Amazons Kindle E-Ink Technologie nutzt, bei uns 2009 auf den Markt bringen will. Sony will dabei mit Thalia und Libri kooperieren. Das ist ja nun eine Formation, die Amazon etwas entgegen zu setzen haben könnte – obwohl ich von der Libritochter WorldWideBooks.de sagen muss, dass die ganz schlecht, also so richtig unzuverlässig und lieblos, ist.
  • Dazu passt natürlich auch die Hitliste der besten online-Shops aus einer aktuellen Befragung von Kunden dieser Shops in den USA. Nun, der größte ist ja klar, aber wer sind die, bei denen die Kunden am zufriedensten sind ? So gesehen eine Liste des Schreckens (für die kleineren), auf den ersten drei Plätzen finden sich Amazon, eBay und Walmart.
  • Was Amazon betrifft, zeigt man sich wenig überrascht im Text der die Liste begleitet:“Last November, Amazon.com introduced Kindle, an electronic book reader. At the start of the year, the currency converter debuted, allowing international customers to purchase in local currency. Next came the launch of TextBuyIt, making it possible for customers to make purchases using text messaging. Spring marked the release of “Daily Deals” and “Friday Five,” ongoing promotions offering deep discounts on Amazon MP3. And within weeks Amazon.com acquired Fabric.com and AbeBooks.com. Last month, the online giant opened a motorcycle and ATV store, and word has it that customers will soon be able to buy wine there, too.“ Kein Wunder also, dass der Umsatzanstieg bei Amazon bei 21% liege.

  • Wenn man bei Amazon ist, kann man auch noch erwähnen, dass der Handelsgigant jetzt auch seinen POD-Service nach Deutschland bringen will. In den USA gab es mächtig Ärger, als der Versender anfing Bücher anderer POD-Häuser aus dem eigenen Programm zu nehmen, zumal wohl das Angebot der Mitbewerber für Autoren eindeutig interessanter ist. In Deutschland ist natürlich der Markt sehr viel kleiner, hier tut sich Amazon also leichter, diesen zu monopolisieren. Der Charm, über Amazon eine Plattform zu haben, dürfte viele junge Autoren verführen.

bernd

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