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Archive for 29. September 2008

Glaubt ja niemand, dass die US-amerikanischen Präsidentenwahl eine rein inneramerikanischen Angelegenheit ist. Sollte McCain gewinnen, kann man ja nur zu allen verfügbaren und denkbaren Göttern beten, dass er gesund bleibt:

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(Die Meinung der Zuschauer zum ersten „Duells“ zwischen Obama und McCain scheint doch recht eindeutig zu sein.)

bernd

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Dennis Lehane ist ein Faszinosum. 1994 erschien A Drink before the War, sein erstes Buch, nächsten Jahr erscheint nach sechs Jahren Pause The Given Day, sein dann achtes Buch (plus Coronado, einem Buch mit Kurzgeschichten). Die Regel jede Jahr ein Buch hat er nur am Anfang mit den fünf Büchern seiner Serie um Angie Gennaro und Patrick Kenzie befolgt, seinem Erfolg hat es nicht geschadet. Der eigentliche Grund dürfe wohl Mystic River sein, ein Buch das zahlreiche Krimi inspiriert haben dürfte und über das auch heute noch viel gesprochen wird (Interessant wäre, ob Ekkehard Knörer sein negatives Urteil heute noch aufrecht hält). Etwas von der Reaktion des Publikums kann man in dem erstklassigen Porträt/Interview aus dem January Magazine aus dem Jahr 2001 erahnen.

Im Vorfeld der Veröffentlichung von The Given Day gibt Lehane derzeit viele „Interviews“, so auch in einer CBS Morning Show. Das Interview ist eigentlich für Leser nicht besonders aufschlussreich, interessant vielleicht seine Bemerkung, dass ihn die Erfolge in Hollywood als Autoren nicht verändert hätten – ich vermute sie haben ihm aber (zusammen mit Mystic River) das nötige finanzielle Polster gegeben, keinen Publikationsdruck zu haben.

The Given Day spielt zwischen 1918 und 1919 in Boston, am Ende des ersten Weltkrieg, tangiert von der spanischen Grippe und im Bostoner Polizeistreik endend. Lehanes nächstes Buch soll diese Geschichte fortsetzen. Scheint beinahe so als wenn Lehane in die Fußstapfen James Ellroys treten will, der mit der Underworld U.S.A. Trilogy (bisher: American Tabloid und The Cold Six Thousand) versuchte die Anatomie der späten 50 und 60er bloß zulegen und der beabsichtigte eine Saga über Warren G. Harding, US Präsident von 1921-23 zu schreiben. Diese Ziel einst vollmundig verkündigt, hat Ellroy aber mittlerweile aufgegeben und auch der dritte Band der Underworld Trilogy ist seit Jahren überfällig und wird von „informierten“ Fans seit 2004 jedes Jahr wieder angekündigt.

Das oben genannte Porträt/Interview ist noch aus einem anderen Grunde interessant. Lehane bezieht sich nämlich auf James Crumleys The Last Good Kiss als einen wesentlichen Impuls und nennt George Pelecanos und Michael Connelly als weitere Autoren, die von dem Buch stark beeinflusst wurden.

bernd

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