Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 31. Januar 2008

wohl als Elektile Dysfunktion zu übersetzen. Ich fürchte nur, dass der Wortwitz im Deutschen nicht so rüberkommt, weil der Begriff der „erektilen Dysfunktion„, anders als im Englischen, nicht so verbreitet ist.

Ach ja: Es heißt ja auch nicht Elektion.

Definition:

The inability to become aroused over any of the choices for President put forth by either party during an election year.

„Is anyone appealing to you in this years presidential race?“
„Naa… No one excites me. I think I’m suffering from Electile Dysfunction.“

Gefunden bei Urban Dictionary

bernd

Read Full Post »

Die hochwertig ausgestatteten Taschenbuch-Originalausgaben im größeren Format mit individuell gestalteten Lesezeichen für jeden Titel stießen bei Buchhändlern, Rezensenten und Lesern auf große Zustimmung.

Aussage im Buchmarkt zum Gmeiner Verlag

bernd

Read Full Post »

Anders als bei uns in Deutschland führt in den USA die Bekanntgabe der Kandidaten für einen der großen Krimipreise zu Diskussionen. Die Bekanntgabe der Nominierten für die Edgar Awards, 2008 liegt jetzt knapp zwei Wochen zurück. Da kann man ein kleines Resumee der Diskussion ziehen. Häufiger geäußerte Meinungen waren:

  • (Sehr) viele vermissen Laura Lippmans What the Dead Know auf der Liste. Vermutlich wird sie bei den anderen Preisen abräumen.
  • Die Auswahl sei ein gewisser Verrat an den „echten“ Krimis und würde die literarischen bevorzugen – gemeint waren Benjamin Black, der zuvor den Bookerpreis gewann und Michael Chabon, der den Pulitzerpreis gewann.
  • Dass keine Frau auf der Liste der fünf nominierten „besten Bücher“ auftaucht sei purer Sexismus – Niefraud hat sich allerdings letztes Jahr beschwert, als auf der Anthonyliste kein Mann auftauchte.
  • Tana French als amerikanische Autoren hat so sehr überrascht wie ihre Nominierung als gerechtfertigt gilt
  • Queenpin von Megan Abbott gilt als leichte Favoriten in der Kategorie „Bestes Taschenbuch“

bernd

Read Full Post »

o_over.jpgBei der “Reise nach Jerusalem” hätte The Big O keine Chance: Das Buch fällt zwischen alle Stühle. Es ist kein Humor-Krimi, sondern eher unterschwellig komisch, es protzt nicht mit Lokalkolorit, spielt dennoch erkennbar in Irland, es ist kein echter Thriller, verwendet jedoch diese Form und es ist kein noir, geht aber in die Richtung … Wüsste man es nicht schon aufgrund regelmäßiger Lektüre des Blogs Crime Always Pays, dessen Hüter Declan Burke ist, spätestens nach The Big O wäre einem klar, dass hier ein eminent belesener Autor am Werk war, der sich über die Erscheinungsformen des Genres viele Gedanken gemacht hat.

Ausnahmsweise ist es einigermaßen schwierig, das Buch zusammenzufassen. Zu leicht könnte es passieren, dass liebevoll vom Autor ausgelegte Finten verraten werden. Dabei ist die dem Buch zugrunde liegende Idee einfach. Zumeist einzelne Szenen werden in kurzen Kapitel aus der Sicht wechselnder Personen erzählt. Gelegentlich wird eine Szene von einer Person zur nächsten übergeben, so dass der Leser zwei (häufig unterschiedliche) Darstellungen erhält. Sind es am Anfang einzelne Handlungsfäden, die der Autor auslegt, werden diese im Laufe der Geschichte miteinander verflochten und wieder verflochten bis ein kaum noch zu überblickendes Beziehungsgeflecht entstanden ist. Unbarmherzig treibt Burke die Geschichte voran. Immer neue Abhängigkeiten zwischen den Handelnden treten auf und ständig kommt es anders, als man erwartet.

Insgesamt sind es 6 Haupt- und einigen Nebenpersonen, die vor einer Kulisse auftreten, die überall sein könnte – das Buch schreit förmlich danach, als Theaterstücks aufgeführt zu werden. Typisch irisch ist hier insbesondere die Sprache, welche die Menschen sprechen und so nimmt es auch kein Wunder, dass die Dialoge einen wesentlichen Teil der Handlung tragen.

The Big O macht Spaß: Der Humor kommt von hinten, ohne dass Lacher aus der Konserve ankündigen, dass ein Scherz kommt. Die Personen sind kräftig aber stets stimmig gezeichnet. Die besondere Situation Irland als „celtic tiger“ ist Teil des Backgrounds und spannend ist das Buch allemal. Auch wenn der Leser ab einem gewissen Punkt ahnen kann, wohin das Ganze führen wird, fragt man sich bei all den Verwicklungen, wie der Autor das würdevoll zu Ende bringen will.

Das Buch überzeugt (mit dem würdevollen Ende und) auch deshalb, weil es schlichtweg eigenständig ist. Hier riskiert jemand was … und gewinnt. Das im Selbstverlag bei Hag’s Head Press erschienene Buch wird im Herbst in den USA bei einem der großen Verlage ‚rauskommen. Vorbei dann die Zeiten, wo der Autor davon berichten kann, dass das Buch bei Amazon für 195,36 US $ ausgelobt wird.

bernd

Read Full Post »