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Archive for 28. September 2007

Heute werden die Anthony Awards vergeben. Die Kandidaten der Kategorie „Bestes Buch“ habe ich alle gelesen (die Rezension zu Jan Burkes Kidnapped folgt nächste Woche), also wage ich einmal einen Tipp.

Ohne Zweifel alles gute und lesenswerte Bücher, aber das Rennen machen vermutlich Lippman und Burke unter sich aus. The Dead Hour ist vom Tempo her ein wenig zu getragen, zu sehr auf die Heldin fixiert, um das Publikum für sich genauso stark überzeugen zu können und All Mortal Flesh ist zwar ein äußerst spannendes Buch (das beste der Serie) und wie immer bei Spencer-Fleming gut geschrieben, aber zu sehr auf die Serie fixiert, um nachhaltig zu sein.

The Virgin of Small Plains hat (in meinen Augen) Außenseiterchancen, es wird ein Klassiker werden und ist von diesen fünf Büchern vermutlich das Buch, welches die Leser am längsten in seinen Bann zieht – so gesehen, ist es also herausragend.

Lippman und Burke spielen jedoch in der Gestaltung in einer anderen Liga: So komplex, vielschichtig, mit wechselnden Perspektiven, spannend und mit Mehrwert schreibt man heute Spitzenkrimis – Nancy Pickard wirkt im Vergleich etwas braver. Dabei gelingt Lippman das bisher beste Buch ihrer Serie um Tess Monaghan, während Burke auf diesem Niveau schon längere Zeit schreibt.

Ich persönlich würde mich für Burke entscheiden [vielleicht auch, weil sie im Vergleich zu Lippman weniger im Rampenlicht steht].

bernd  

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In Deutschland geht es in der Blogger Szene einigermassen gmächlich zu. Anders ist es in den USA und befeuert durch die große Nutzung des Internets, wachsen dort große Unternehmen heran, die auch die kleinen europäischen Märkte dominieren.

Letztendlich geht es dann um Geld. Wie kann man, mit etwas das kostenlos angeboten wird, Geld machen ? Inhalte gegen Geld anzubieten, hat sich nicht wirklich durchgesetzt, im Gegenteil das Internet hat unsere Beschaffungsmethoden enorm verändert und viele klassische Strukturen kaputt gemacht (die Enzyclopedia Britannica fällt mir da zum Beispiel ein).  

Werbung ist das Zauberwort. Nun verführt uns ein simples Pop-up schon lange nicht mehr. Am besten funktioniert zielgerichtete Werbung, die uns bei unseren innigsten Wünschen abpasst. Das funktioniert natürlich nur wenn die Werbenden uns kennen. Und daran arbeiten sie.

Die Stichwörter hierzu die der Ad Man in die Diskussion einbringt, lauten  „behavorial“ and „contextual“ advertising – laut Ad Man Pflichtwörter für Anbieter von Internetseiten.    

Hinter Behavorial advertising steckt „the idea is to observe a user’s online behavior anonymously and then serve the most relevant advertisement based on their behavior.

Contextual advertising bedeutet dagegen, dass „the advertisements are selected and served by automated systems based on the content displayed by the user.“  

Wohin das führen kann, deutet Damaschke.de an (mit Dank an Georg): „diese Links [Links, die Internetseiten zu Amazon setzten können, so dass Leser besprochene Bücher direkt dort kaufen können] sind nun mit Angaben vollgestopft, die da eigentlich nicht verloren haben bzw. Daten ermitteln, die Amazon eigentlich nichts angehen“   

Solange die technischen Möglichkeiten aber noch nicht in voller Blüte stehen, funktioniert die Datenbeschaffung immer noch nach bewährter Methode. Und um sich für Werbekunden interessant zu machen, rät der Ad Man deshalb die Besucher auszufragen:  

A user profile should also help you sell yourself to a network. Maybe you can do some kind of short survey — raffle a prize for visitors who take the time to respond

Wozu das wichtig ist, das hatte er uns ja erst -> demonstriert.  

bernd

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