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Archive for 11. September 2007

Ludger Menke stellte schon 2005 -> seinen Fragebogen für Krimileser ins Netz. Nachdem er letztens ein Stöckchen über Bettwäsche in die Runde warf, mit dem ich wenig anfangen kann [ich hoffe, dass Du mir, lieber Ludger, nicht übermäßig böse bist], versuche  ich nun wenigsten seinen Fragebogen beantworten.

Der Krimiblog-Krimileser/innen-Fragebogen
 

1. Erster Krimi?

Mein erster Jugendkrimi, da bin ich mir recht sicher, war aus dem alten Bestand meines Vaters: Enid BlytonFünf Freunde erforschen die Schatzinsel

Bei den „Erwachsenenkrimis“ bin ich mir nicht ganz sicher, aber Pat Flowers Noras Sofa ist ein heißer Kandidat. 

2. Letzter Krimi?

Bill Prozini, The Crimes of Jordan Wise

3. Bester Krimi?

Gibs natürlich nicht, aber die vier Bücher des „LA-Quartetts“ von James Ellroy kommen dem schon recht nah‘. 

4. Schlechtester Krimi?

Ganz heißer Kandidat: Andrew Vachss, False Allegations. Ein Buch, dass keine Geschichte erzählt, sondern über das Thema der falschen Anschuldigungen (bei Sexualdelikten) zu belehren versucht.

5. Brutalster Krimi?

Was bedeutet schon brutal ? Zerteilte Leichen, verspritztes Blut, fliegende Hirnteile, getötete Kinder ?  Es schockiert mich mehr, wenn der Autor kompromisslos meine Gefühlen über’n Haufen schreibt. Vielleicht kein eigentlicher Krimi, würde heute aber als Thriller aufbereitet werden und ist weniger brutal als vielmehr schockierend kompromisslos:

Manes Sperber, Wie eine Träne im Ozean (-> hier)

6. Langweiligster Krimi?

? Langweilige Krimis gibt es einige, aber einer so richtig ‚raus fällt ? Ist mir nicht bewusst.

7. Literarischester Krimi?

Was wäre das ? Ein wunderbar geschriebenes Buch, welches Mängel im Spannungsbereich hat ?

8. Frauenkrimi?

Sorry, da fehlt mir der Genderbackground

9. Männerkrimi?

Dennis Lehane, Mystic River

10. Kinderkrimi?

Weiß nicht.

11. Welche Krimifigur möchten Sie sein?

Nero Wolfe mit weniger Gewicht vielleicht ?

12. Welche Krimifigur möchten Sie nie sein?

u.A. David Millar aus Jason Starr, Twisted City – denn so könnte es einem passieren.

13. Ihr schönstes Mordleseerlebnis?

Keine Erinnerung, müsste wohl aus einem Humorkrimi sein.

14. Haben Sie Mordgelüste? Wenn ja, gegen wen richten sie sich?

Nicht wirklich.

15. Welche Krimiautor/innen mögen Sie?

Mögen im Sinne von „menschlich“ ? Weiß nicht, eigentlich irrelevant. Mögen im Sinne von Autor ? James Ellroy, T.Jefferson Parker, George P. Pelecanos, Christopher Brookmyre, Ken Bruen

16. Welche Krimiautor/innen mögen Sie nicht?

? [Nur nicht anecken] ? Die Beiträge die ich von Tess Gerritsen gelesen habe, vermitteln mir den Eindruck, dass sie überheblich und selbstgefällig ist. Aber vermutlich, Aug-in-Aug erläge ich auch ihrem Scharm.

17. Welche Krimiautor/innen hatten mit ihrem Werk Ihrer Meinung nach den meisten Einfluss auf die Entwicklung des Genres?

Bin ich Boucher ? Das ist ja nur bedingt eine Frage von Qualität, sondern eher von Rezeption.

Früher: Poe, Doyle, Christie, Ambler, Hammett, Chandler, MacDonald, Borge. Heute: Sjöwall Wahlöö, Le Carre, Wambaugh, Burke, Gafton, Ellroy, Bruen. Vielleicht ?

18. Welche haben Sie davon gelesen?

Alle

19. Was, außer Kriminalliteratur, lesen Sie sonst nocht ?

Im Prinzip alles: Ich habe aber für Belletristik kaum noch Zeit.

20. Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: “Deutsche Kriminalromane sind für mich….”

immer wieder eine interessante Erfahrung.

21. Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz:”Ausländische Bestseller-Krimis sind für mich…”

Das tägliche Lesebrot.

22. Kaufen oder leihen (Bibliothek, Freunde) Sie Ihre Krimis?

Kaufen. 

23. Kaufen Sie Krimis in Hardcoverausgaben?

 Neu nie, gebraucht neuerdings schon.

24. Behalten Sie nach der Lektüre Ihre Krimis?

Immer.  

25. Wieviele Krimis haben Sie bisher in Ihrem Leben gelesen?

Ich selber besitzte circa 1000, die allermeisten habe ich gelesen. Darüber hinaus habe ich als Kind/Jugendlicher Bücher aus der Bücherei ausgeliehen. Also summa summarum  etwas über 1000.

26. Kurz oder lang, Short Story oder Schmöker – welche Krimis bevorzugen Sie?

Schiere Größe ist hier durch kaum etwas zu ersetzen. Kurzgeschichten sind zu sehr auf Punchlines ausgerichtet. 

27. Lesen Sie einen Krimi auch mehrmals?

Ja ! Entweder nach Jahren (Le Carre, Die Smiley Trilogie) oder weil ich mir nicht sicher bin, ein Buch richtig verstanden zu haben (Alan Furst, Kingdom of Shadows) oder zur Auffrischung, wenn ich nach längerer Zeit ein neues Buch eines Autor lesen will (diverse) oder weil ich sie schlichtweg mag (z.B. die Bücher von Ellroys LA-Quartett). 

28. Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz:”Eine gute Krimifigur ist…”

glaubwürdig.

29. Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz:”Ein guter Krimiplot ist…”

meistens die Basis eines guten Krimis. 

30. Lesen Sie fremdsprachige Krimis im Original?

Nur englischsprachige. 

31. Wie entscheiden Sie, welchen Krimi Sie als nächstes lesen (Klappentext, Empfehlung von Buchhändler, Freunden, Rezensionen etc.)?

Rezensionen und sonstige  Empfehlungen aus dem Internet. Nominierungen. Neue Bücher von bewährten Autoren. 

32. Wieviel Stunden lesen Sie am Tag/in der Woche/ im Monat?

Vermutlich zwischen 45 bis 90  pro Monat.

33. Letzte Worte?

This is the end my friend.

Wer mag, findet ->hier mehr Info. Und wer mag, wird sicher von Ludger eingeladen, sich dort den Fragebogen rauszuschneiden.

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Sicher nichts Neues: Der Tod geht um im Irak. Er tötet Amerikanische Soldaten und trifft ins Herz der Daheimgebliebenen.

Sehr deutlich illustriert das ein Artikel aus der Süddeutschen (-> hier). Dieser erzählt von der Familie Hubbard und davon, dass zwei Söhne der Familie im Irak getötetet worden sind.

In Clovis lässt sich nicht mehr übersehen, wie tief der Krieg sich allmählich ins Land frisst. Sieben Kids aus der kalifornischen Stadt mit 90.000 Einwohnern sind in vier Jahren im Irak umgekommen. An der New Hope Community Church in der Nees Avenue haben sie einen Erinnerungs-Brunnen geweiht. Hier treffen sich die jungen Leute, wenn wieder einer der Ihren weggeschossen wurde, zünden Teelichter an, legen Blumen nieder, stecken Zettel dazu, mit ein paar Gedanken über die Toten.

Das hat mich an California Girl von T. Jefferson Parker erinnert. In Zentrum -> des Buches steht der Tod einer jungen Frau, die Reaktion dreier Brüder darauf und deren Versuch unabhängig voneinander das Verbrechen aufzuklären. Die drei Brüder und darum geht es hier, hatten einen vierten der im frühen Stadium des Krieges in Vietnam umkam.  

Ich habe nie so ganz verstanden, warum amerikanischen Rezensenten des (großartigen) Buches nie die Parallelität zwischen den Darstellungen des Vietnamkrieges im Buch und der damals frühen Phase des Irakkrieges gesehen haben (California Girl ist 2004 erschienen).  

Wenn es übrigens interessiert, der findet die Zahl der bisher im Irak verstorbenen (circa 3.700) und verwundeten (circa 27.000) Amerikanischen Soldaten -> hier.  

bernd

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deadhour.jpgDenise Mina ist, wenn man so will, eine der großen Hoffnungen des schottischen Krimis. Schon ihr erstes Buch Garnethill (deutsch: Schrei lauter, Maureen) bekam 1998 den John Creasey Award. 2005 begann sie Ihre Serie um Patty Meehan, einer jungen deutlich übergewichtigen Frau, die voller Selbstzweifel steckt und doch nur ein Ziel hat: Journalistin zu werden. -> Field of Blood (deutsch: Der Hintermann), der erste Band der Serie gewann den Barry Award, Best British NovelThe Dead Hour ist der zweite Band und für Edgar, Anthony und Macavity nominiert. Meine Besprechung des Buches ist heute bei -> wtd zu lesen. 

Minas Homepage ist -> hier .

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