Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for August 2007

Wohin die Reise geht

Man kann die USA auch als Experimentierraum verstehen, in dem ausprobiert und selektiert wird, was später zu uns herüberschwappt. Deshalb sind die Entwicklungen, die sich dort abzeichnen auch für uns von Interesse.  Sharon Westwind hat sich für ihren -> aktuellen Beitrag bei Poe’s Deadly Daughters gedanklich auf den Mars zurückgezogen und liefert von dort einige Informationen zur geschäftlichen Seite des Krimigenres.

Drei Punkte seien für die zukünftige Entwicklung des (Krimibuch-)Marktes und der Möglichkeiten dort erfolgreich zu bestehen, für Industrie/Autoren von besonderer Bedeutung:

1. There are too many books chasing too few readers.
2. Traditional publishing, marketing, and distribution systems are coming unglued.
3. New technologies are creating opportunities and problems that multiply, not linearly, but exponentially.

Es gibt also zu viele Bücher für zu wenige Leser;  Publizieren, Marketing und Verteilung von Büchern verlieren ihre bestehenden Beziehungen und die durch die neuen Medien geschaffenen Chancen und Risiken (für alle Beteiligten) sind im Vergleich zu früher um ein Vielfaches größer.

Even in those hard-core reading bastions like libraries or chain bookstores, the majority of people who enter the doors are there for magazines, CDs and DVDs, greeting cards, gifts, to use the computer, or to buy a cup of coffee.

Über die Situation aus der Sicht der Verlage hatte P.J. Parrish schon -> geschrieben.

In den USA z.B. wird der Krimibuchmarkt durch sechs große Verlagsgruppen dominiert, die 50% des Marktes für sich verbuchen können. Zwei von diesen hatten wohl in der (jüngeren) Vergangenheit schon wirtschaftliche Probleme. Derartiges werde zunehmen. Nicht nur, dass der Kuchen kleiner wird (weniger Leser) sondern es wird auch mehr „Esser“ geben:

Mit gebrauchten Büchern wird in den USA mittlerweile geschätzte 300 Millionen US$ umgesetzt, das seien 10 % vom Gesamtumsatzes des Marktes. Noch vor 10 Jahre hätten gebrauchte Bücher keine Rolle im Buchgeschäft gespielt

Really hot books are now hitting the second-hand stores within days of their release date. And customers are checking the second-hand stores, whether in person or on line, first rather than going to traditional book stores.

Und eine Vielzahl von mittelgroßen und kleineren Buchdruckereien/Miniverlagen/ Ect. entstünden. „Two years ago, the Book Industry Study group estimated that, in North American, there were close to 600,000 small presses, with an average income of $5,000 per company per year.“ Und sollten bei dem geringen Umsatz von $5,000 und weniger, Firmen nicht lange bestehen bleiben, gäbe es auch keinen Mangel an neuen: „Publishers Weekly reported in 2005 that 7,000 new small presses come into being each year.“ Über die Möglichkeit des Selfpublishing hatte ich -> hier auch schon berichtet.

Das alles hat natürlich erhebliche Konsequenzen für die Autoren. Selbstmarketing ist das Stichwort (-> hier ein Beispiel). Gab es vor wenigen Jahren noch Diskussionen darüber, ob eine eigene Webseite wirklich notwendig sei, ist es mittlerweile unstrittig, „that the average author needs not only a web site, but a blog, an electronic newsletter, a virtual book tour, an audio book contract, pod casts, CD-trailers, and DVDs of related material“. Wobei viele Autoren betonen, dass, wenn der Blog auf Dauer Aufmerksamkeit erreichen soll, dieser ein besonderes Thema braucht. Einfach nur ein weiteres Blog wird kaum wahrgenommen werden. Autoren wie M.J. Rose (informiert über das Business), Barry Eisler (sehr profunder Politblog) oder die hier gelisteten Multiautorenblogs machen es vor.

Und zu alledem gibt es dann im Kommentarbereich den Hinweis von Sandra Parshall:

Nobody with any sense will become a novelist to make money. Only a tiny fraction of the published writers in the US — or any other country in the world — can make a living from writing. We do it for the love of it, and, in most cases, because we couldn’t stop writing if our lives depended on it.

 bernd

Read Full Post »

2004111402_display-35-722386.gif

Offensichtlich hat US-Präsident George W. Bush einen -> Beitrag Paul Levines auf dem Blog -> Naked Authors gelesen, in dem Levine sich um die Lesekompetenz seines Präsidenten sorgt. Und dieser hat reagiert: Er hat seine spin doctors nach einem Autoren suchen lassen, der intellektuelles Format demonstriert und doch zur Agenda Bushs passt. Scheinbar genau richtig: Graham Greene („The novels of Graham Greene probably were the last twentieth century literary novels written in English that had religious themes at the centre„, steht hier).

Mit einem Bezug auf dessen Buch The Quiet American (deutsch: Der stille Amerikaner) hat er nun die Öffentlichkeit überrascht.

Die Geschichte des The Quiet American spielt im Indochina der 50er Jahre, also vor dem großen Engagement der USA in der Region. Einer der Protagonisten des Buches ist der US-Amerikaner Alden Pyle. Dieser wird von Greene folgendermaßen charakterisiert: „Er war bis zur Unverwundbarkeit gepanzert mit seinen guten Absichten und seiner Unwissenheit.“ (sic !) 

Bush machte nun in einer Rede vor Veteranen der US-Armee, die an früheren Kriegen teilgenommen hatten (Veterans of Foreign Wars), Greene und Pyle zu Kronzeugen für sein politisches Ziel den Irakeinsatz für längere Zeit fortzusetzen. Letztendlich kehrt er dabei die Argumentation Greenes um, der eben schon früh auf die Probleme eines Engagements der USA in der Region hinwies, welchem es zwar nicht an guten Willen, wohl aber an Wissen fehlt.

Nachdem sich Amerika im Vietnamkrieg engagiert hatte, gewann Graham Greene – das Argument von Graham Greene an Kraft. Tatsächlich sagten damals viele, es hätte keine Auswirkungen auf das vietnamesische Volk, wenn wir uns zurückzögen. Ein demokratischer Senator argumentierte sogar, es spiele keine Rolle für die Nomadenstämme oder die ungebildeten Bauern in Vietnam oder Kambodscha oder Laos, ob sie von einem Militärdiktator, einem Fürsten oder einem sozialistischen Kommissar regiert werden. Sie würden den Mann in der fernen Hauptstadt ohnehin nicht kennen.

(George W. Bush, nach der SZ)

Im Weiteren hat Bush inhaltlich, soweit ich beurteilen kann, nichts wesentlich Neues von sich gegeben, aber ein Greenezitat durch Bush (das grenzt fast schon an Selbstironie), das sichert internationale Aufmerksamkeit. Entsprechend gab es am 28.08.07 einen Artikel im Feuilleton der -> Süddeutschen Zeitung (bei dem, wenn mich nicht alles täuscht, die Anführungsstriche fehlen, die ein erstes Bushzitat beenden müssten) und letzte Woche einen im -> Independent; desweiteren hatte Olen Steinhauer den Sachverhalt auf dem Gemeinschaftsblog Contemporary Nomad -> kommentiert.

Frodo lost, Bush has the ring.

(Spruch eines Autoaufklebers aus den USA)

Im Kern geht es darum, dass Bush argumentiert, dass der Rückzug der Amerikaner den Respekt der Terroristen gegenüber den USA untergräbt (1.) und ähnlich wie in Kambodscha Mord und Totschlag heraufbeschwört (2.) , und wenn die USA nur lange genug durchielten, dann gewänne, so wie in Deutschland und Japan nach dem 2. Weltkrieg die Demokratie (3.)  auch im Irak.

miss-nixon-722917.gif

Wobei speziell die Geschichte in Kambodscha für die USA eher peinlich ist: Wenn sie Kombodscha nicht unprovoziert in den Krieg hineingezogen hätten, wäre es wohl nicht zum Sieg Pol Pots und den anschließenden millionenfachen Morden gekommen – findet auch der Independent.

Richtig brüllend komisch ist übrigens in der Rede Bush die Stelle, an der er sagt: „For those of you who wear the uniform, nothing makes me more proud to say that I am your Commander-in-Chief“ Yepp ! Wer war es doch noch, der sich vor dem Einsatz in Vietnam gedrückt hatte ?

Would somebody blow this guy so we can impeach him?

(Spruch eines Autoaufklebers aus den USA)

bernd

Die Autoaufklebersprüche stammen alle aus -> einem Beitrag Cornelia Reads auf Naked Autors

Read Full Post »

Schnee von gestern

schnee.gif

Letzten Mittwoch als ich noch in Hamburg weilte, war mir so, als hätte ich am Abend ein Donnergrollen vernommen … laut, die Erde zum Beben bringend und wohl (von allen undenkbaren Orten) aus Richtung Bremen kommend. Eine Erklärung für das Grollen konnte ich nicht finden.

Erst am Sonntag als ich Zeit hatte durch einige der üblichen Blogs zu stöbern, fand ich die Erklärung:

Sandra Parshall sinierte am Mittwoch in einem interessanten Beitrag auf Poe`s Deadly Daughters über ihre Neigung, beim Schreiben immer wieder die gleichen Wörter zu verwenden.  Deshalb enthielten ihre Texte, wenn sie mit der ersten Fassung durch sei, auch nur circa 200 unterschiedliche Wörter.

Weiterhin führte Parshall aus (und hier mögen alle Liebhaber der Deutschen Sprache aufjubeln), dass sie die englische Sprache mitunter als grob empfindet, da sie nicht so aussagekräftige Wörter wie Weltschmerz oder Angst geschaffen hat – aber liebe Sandra Parshall, sie übernimmt solche Worte.

Und dann kam es: 

Alaskan Native Americans have forty words for snow, to denote its many states and textures.

Kennen wir alle, haben wir alle in der Schule gelehrt und steht – so meine ich zumindest, ich finde das Zitat auf die Schnelle nicht – sinngemäß so auch in Peter Hoegs „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. Und dennoch ist es nicht richtig, sondern eine urban legend.

Der Bremer Sprachblogger wars, dessen Brust das Donnergrollen entwich. Hatte er sich doch schon vor längerer Zeit darüber ausgelassen, dass die Struktur der Sprachen der Eskimos/Inuit/Grönländer grundsätzlich anders sei als die der indogermanischen Sprachen. 

Es macht keinen Sinn den Beitrag des Bremer Sprachbloggers zu wiederholen, aber kurzgesagt ist es wohl so, dass die „Eskimo-Aleutsprachen“ Wortstämme besitzen, die durch das Hinzufügen von Prä- und Suffixen modifiziert werden – der Bremer Sprachblogger liefert das interessante Beispiel angyaq = „Boot“ , angyaqatak = „kleines Boot“ und angyalian = „ein vom Angesprochenen hergestelltes, aber nicht unbedingt besessenes Boot“ (ausführlicher -> hier ). Theoretisch, wenn jemand fleißig genug ist und die entsprechenden Modifikationen anhängt, können die „Eskimo-Aleutsprachen“ also Tausende von Wörtern für Schnee besitzen. Aber das führte natürlich in die Irre.

Der vom Bremer Sprachblogger als Quelle der Aufklärung über diese urbane Legende genannte Geoffrey Pullum hatte auf seinem äußerst interessanten Blogs Language Log auch schon einmal einen Beitrag über dieses Thema geschrieben. Und siehe da: Lediglich bei der Anzahl der Wortstämme die es für Schnee gibt, scheint er auf ein etwas anderes Ergebnis zu kommen – aber das kann auch am betrachteten Dialekt liegen.

Für die interessante Frage ob die Eskimos mehr Begriffe für Schnee haben und Schnee differenzierter erfassen, da es für ihre Lebenswirklichkeit relevant ist [etwas das die Linguisten wohl als These von Safir-Whorf kennen und in der Tat soll Whorf sogar der Ursprung der urbanen Legende sein], dafür liefern die Linguisten (in den genannten Beiträgen) leider keine Antwort. 

bernd

Read Full Post »

foreigcorr.jpgHeute ist bei wtd meine aktuelle Besprechung zu lesen.

Gleichzeitig habe ich das zweite Autorenporträt fertig, es ist natürlich über Alan Furst und -> hier zu lesen. 

Read Full Post »

(Deutsch: Die Wälder am Fluss)

Was bitte ist ein Genreautor ?

1689.jpg
Joe R. Lansdale sei Genreautor, schrieb dpr und führte im Weiteren aus, wie vielgestaltig das Oeuvre Lansdales ist. Fantasy, Horror, Western, Science Fiction, Krimis, Porn … einem bestimmte Genre lässt sich Lansdales Werk jedenfalls nicht zuordnen – der diesjährige Grand Master des World Horror Convention erhielt übrigens „lediglich“ einen Edgar, aber mehr Bram Stoker Awards, als ein normaler Mensch Finger an einer Hand hat.

Also Genre vielleicht im Gegensatz zu Literatur ? Vermutlich auch nicht, schließlich wird gerade dpr nicht müde zu betonen, dass Krimis, … und Literatur keine Gegensatzpaare darstellen. Und überhaupt … Bücher die keinem Genre angehören, gibt es die überhaupt ? [Nö !]

Lansdale selber präsentiert sich auf einer homepage als champion mojo storyteller, als Geschichtenerzähler also, mit Bezug auf die afroamerikanische Tradition des Übersinnlichen (-> hier). Und in der Tat ist Lansdale in aller erster Linie ein regionaler Autor, tief verwurzelt in Landschaft und Tradition Osttexas. Genreautor also wie Genremaler ? Vermutlich ! Sein Buch The Bottoms (deutsch: Die Wälder am Fluss) ist ein wunderbares Beispiel für Lansdales Qualitäten und eine der Perlen des Krimigenres:

tb21.jpg

Der 11 jährige Harry Crane lebt mit seiner jüngeren Schwester und seinen Eltern in einer kleinen Hütte auf einem kleinen Stück Land am Rande der Bottoms, einem Stück Vegetation, halb Wald, halb Sumpf, unzugänglich und angstbesetzt. Die Geschichte spielt in die frühen 30er Jahren, als die (Wirtschafts-) Depression mit einer heute unvorstellbaren Not herrschte und auch die Natur den Menschen meistens nicht gab, was sie brauchten.

Es war die Zeit und die Gegend in der es noch nigger gab, Rassenschranken auch verbal aufrecht erhalten wurden, Schwarze einander umbringen durften, ohne dass die „weiße“ Justiz einschritt und der Ku Klux Klan schwarze Männer lynchte, die sich weißen Frauen (mit welchen Absichten (auf Seiten der Männer und Frauen (!)) auch immer) näherten.

Wer also interessiert sich für die Leiche einer Schwarzen ? 

Es war aber auch die Zeit des Aberglaubens und der Sagen und Mythen. Welche, ebenso wie Armut und Sex, Weiße und Schwarzen mehr verbanden, als man sich damals eingestehen wollte.

He [der Goat Man] was supposed to steal animals and children, and though I didn’t know of any children that had been eaten, some farmers claimed the Goat Man had taken their livestock, and there were kids I knew claimed they had cousins taken off by the Goat Man, never to be seen again.

Harrys Vater ist nebenberuflich als Dorfpolizist tätig und hatte immer einen offenen Umgang mit den Schwarzen gehabt. Als Harry in den Bottoms die Leiche einer schwarzen Frau findet, versucht sein Vater, gegen alle gutgemeinten Ratschläge der weißen Umgebung, den Tod aufzuklären. Da Harry in einem Alter ist, in dem er langsam von der Kindheit Abschied nimmt, begleitet er seinen Vater oder schleicht ihm auch schon mal hinterher und ist so Beobachter und Berichterstatter. Harry erzählt die Geschichte viel später, als alter Mann, was Lansdale erlaubt, ihm mehr Wissen zu zugestehen, als er damals haben konnte.

„The Bottoms“ entfaltet sich zu einer archaischen Geschichte, die sich auf die lokalen Mythen und Sagen bezieht und somit auch mit Harrys Ängsten „spielt“, einen zutiefst humanistischen Kern hat, wunderbar (ach was: wunderbarst)  im Stille eines Geschichtenerzählers vorgetragen ist und natürlich dem „Volk“ auf Maul schaut.

Dat ole Travelin’ Man, he someone you don’t want no truck with, boy. They’s folks wants to have anything at any ole price. Wants it so bad, they makes ‘em a deal.

Als Harry ein alter Man ist, exitiert The Bottoms, das Stück Vegetation nicht mehr. Es musste Parkplätzen und Einkaufspassagen weichen: Es schwingt in dem Buch auch ein Stück Wehmut mit. Wehmut darüber, dass diese in Natur und Geschichten geheimnisvolle Welt nicht mehr ist.

bernd

Wer sich von den Qualitäten des Geschichtenerzählers überzeugen will, hat jede Woche aufs Neue auf Lansdales homepage die Gelegenheit dazu (-> hier)

Read Full Post »

mcdead.jpg The McDead ist eine 120 Seiten umfassende Tour de Force durch London mit Detective Chief Inspector Roberts, Sergeant Brant und deren Kollegen. Ähnlich wie bei James Ellroys LA-Confidential sind auch in diesem Buch die Grenzen zwischen gut und böse, zwischen recht und unrecht nicht nur nicht immer zu erkennen, sondern auch willkürlich.

Detective Chief InspectorRoberts wird Nachts um drei von seinem Bruder an- und zu sich gerufen. Als Roberts bei ihm erscheint, findet er ihm erschlagen vor. Nun, auch wenn die Brüder sich zehn Jahre nicht gesprochen hatten, Familie ist Familie und die Ermordung des Bruders gehört gerächt. Gut, dass auch Brant schon immer der erfolgreichen Eindämmung der Kriminalität mehr Bedeutung zumaß, als dem gesetzeskonformen Vorgehen. Gemeinsam knüpfen sie sich den mutmaßlichen Täter vor. Schlecht nur, dass dessen Anwalt mit dem Chef von Brant und Roberts bei den Freimaurern ist.

Man wundert sich bei nur 120 Seiten – fast ja noch eine Kurzgeschichte nach heutigen Maßstäben: In diese Rahmenhandlungen sind noch zahlreiche weitere Ermittlungen und Handlungsstränge aus dem Privatleben der Polizisten eingebettet. Schließlich gilt es noch einen Serientäter zu fassen, der junge schwarze Frauen vergewaltigt und umbringt, die Frauen des Reviers haben so ihre Probleme mit der Männerwelt usw. Und so sehr diese Polizisten auch im Graubereich des Rechts stehen, klar ist, dass sie mit beiden Füssen auf dieser Seite der Moral stehen.

Das alles wahnsinnig witzig vorgetragen, so witzig, dass einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt, in einer Sprache so poetisch, so noir, dass man kaum wieder etwas anderes lesen mag. Nach diesem Buch glaubt niemand mehr an den „guten Onkel“ Bobby, sondern man erinnert sich forthin daran, dass London eine der wahrlich großen Metropolen der Welt ist, mit einer Unterwelt, die dem angemessen ist und einer Polizei, die diese im Griff behalten muss.

The McDead ist das dritte und letzte Buch der White-Trilogy, aus der frühen Phase Bruens, mit der er die „britische“ Krimiwelt nachhaltig verändert hat – als Ire wohlgemerkt.

bernd

Read Full Post »

no-good-deeds.jpg

Die Besprechnung zu Laura Lippmans letztes Buch der Serie um Tess Monaghan ist heute bei -> wtd zu finden. Mit diesem Buch hat sie meiner Meinung nach gezeigt, dass sie auch im Bereich der Serien zu den Trendsettern gehört. Sie hat Elemente aufgenommen und elegant untergebracht, die noch als ungewöhnlich gelten können.

Nimmt man die Nominierungen und Siege bei den großen amerikanischen Krimipreisen als Maßstab, ist Lippman die/der zweiterfolgreichte Autorin überhaupt, übertroffen wird sie nur noch von Michael Connelly. Einen Großteil dieser Erfolge verdankt sie allerdings ihren frühen Büchern, die im Vergleich zu ihren letzten (auch in Lippman eigener Einschätzung) schwächer und literarisch deutlich weniger überzeugend sind. Lippmans Homepage ist -> hier zu finden und auf  aktuelleres Interview mit ihr hatte ich gestern schon hingewiesen.  

bernd

Read Full Post »

Older Posts »