John Douglas Marshall hat einen schönen und einsichtsvollen Beitrag über Alan Furst geschrieben, den man auf The Daily Beast nachlesen kann.
Der Beitrag erläutert die Schreib- und Arbeitsweise Fursts, „People know accuracy when they read it; they can feel it,“ Furst emphasizes. „So when characters in The Spies of Warsaw play tennis, readers can be sure the Poles did play a lot of tennis back then.“ und zeigt auch wie man die Bücher Fursts lesen sollte.
Glaubt man dem Beitrag, scheint Deutschland das einzige Land zu sein, in dem der Autor scheiterte, „There are now more than 1 million copies of his novels in print, with editions around the globe in 17 languages. Every Furst novel since Kingdom of Shadows has been a bestseller including his 10th and latest novel, The Spies of Warsaw,[...]„.
bernd




also, wenn Herr Fürst sich über Polen bei Sienkiewicz und/oder Gombrowicz informiert hätte, dann könnt’ mich sein Roman interessieren. Mit EB-Recycling werde ich mich aber nicht mehr anfreunden können. Insofern: Gratulation an die deutschen Leser!
Beste Grüße!
Lieber JL,
Seien Sie beruhigt, Furst recycelt keinesfalls die EB – die entsprechende Darstellung Beitrag Marshalls ist … etwas „albern“.
Ich habe ja nun gewiss nicht ihren Anspruch, für mich und meinen Kenntnissen von Geschichte sind die zeitgeschichtlichen Darstellungen Fursts stimmig.
Wichtiger jedoch ist sein Stil. Was die polnische Gentry z.B. betrifft, vielmehr als den Verweis als auf in einen in-house Tennisclub kommt man nicht, aber Furst erschafft mit solchen Szenen ganze Räume.
Für den Stil von Furst darf ich auf die Besprechung Janet Maslins in der NYT verweisen.
Und haben Sie schon einmal einen gehobenen gereiften roten Burgunder getrunken ? Diese einzigartige Samtheit beschreibt für mich sehr treffend die Schreibe Fursts.
Beste Grüße
bernd