- Der Man Booker Award gehört zu den großen literarischen Buchpreisen in UK (”It’s elitist, out of touch and bordering on irrelevance” Nick Stone). Deshalb ist es schon ein wenig verwunderlich (und wird teilweise attackiert), dass auf der diesjährigen Longlist (Auswahlliste) ein lupenreiner Thriller zu finden ist: Tom Rob Smiths Child 44. Das ist, wie Sarah Weinman schreibt, vielleicht ein gutes Zeichen, weil es das Ende des Genrekriegs andeuten könnte. Interessant findet J. Kingston Pierce, dass das Buch wohl gut, aber eigentlich nichts besonderes ist.
- Nun, mal schauen, ob ich dass richtig verstanden habe. Wenn ich also -> dieses Tool von den Seiten des WDR ‘runterlade (i.e. downloade), dann kann ich mir -> diese Hörspiele und evt. auch -> diese runterholen – kostenlos versteht sich. Manche Hörbuchverlage fänden das nicht so gut, kann man nun lesen. Bei boersenblatt.net gibt es ein Interview mit Michael Loeb, dem Geschäftsführer von WDR Mediagroup [ich überlasse es Georg, sich (gerechtfertigterweise) über den Namen zu mokieren] zu dem Thema. Loeb versteht die Aufregung der Verlage nicht, schließlich habe “[die CD] im Vergleich zum Download einen deutlichen Mehrwert, z.B. das qualitativ hochwertige Booklet“. Ja, das leuchtet mir ein, deshalb hat sich vermutlich der Download auch nicht im Musikbereich durchgesetzt.
- Die Los Angeles Times (LAT) ist die zweitgrößte städtische Zeitung der USA und hat ein sehr gutes Renommee (insgesamt 37 Pulitzer Preise), dennoch sind die Auflagenzahlen in den letzten Jahren deutlich gefallen. Auch der neue Besitzer doktort schon eine Weile an der Zeitung herum (”Despite operating profits of 20 percent the Tribune executives were unsatisfied with returns and by 2005 John Carroll [der damalige Editor, bk] had left the Los Angeles Times.“), erst einmal mit der Folge, dass zahlreiche Mitarbeiter entlassen wurde oder frustriert gingen, jetzt auch mit der Folge, dass die LAT Books Reviews eingestellt wurden. Die Reviews waren so etwas wie eine Institution und der Aufschrei über deren Ende ist landesweit. Über die Interpretation des Ereignisses und seine Bedeutung für off-line Buchbesprechungen im Allgemeinen hat sich Kassia Krozser ausführlich ausgelassen.
- In dem Beitrag vom letzten Donnerstag über den Anteil von Frauen an den Nominierten der großen Krimipreisen hatte ich geschrieben, dass ich keine entsprechenden Informationen zu den Kategorien des Glausers finden kann. Schon kurze Zeit später erhielt ich von Angela Eßer, einer der Sprecherinnen des Syndikats die Informationen (Vielen Dank auch noch einmal). Die Tabelle habe ich entsprechend ergänzt.
- Nachdem wir uns mit dem Thema der Regionalität von Detektiven in der letzten Zeit ein wenig beschäftigt haben, macht der Hinweis auf einen der interessantesten Autoren in diesem Bereich Sinn: Ein Beitrag bei npr beschäftigt sich mit John Burdetts Bangkok, wer mag kann sich dabei auch einige kurze Ausschnitte des letzten Buchs von Burdett selber vorlesen lassen.
- Dazu passt auch die zweiteilige Geschichte (-> hier und -> hier) von Margit Breuss, die von einem wahren Verbrechen in Kamerun und den kulturellen Unterschieden, die bei dessen Aufarbeitung zutage traten, handelt.
bernd




[...] den USA lässt sich das ein wenig am Ende der Los Angeles Time Reviews festmachen. Offensichtlich, so wird das Ende dieser Zeitungsbeilage gedeutet, werden Besprechungen [...]
[...] den USA lässt sich das ein wenig an dem Ende der Los Angeles Time Reviews festmachen. Offensichtlich, so wird das Ende dieser Zeitungsbeilage gedeutet, werden Besprechungen [...]