Jack the Ripper ist so aktuell wie eh und je, manche versuchen sich sogar in seinem Schatten zu sonnen. Seattle-pi verweist auf eine Ausstellung zum Ripper in London die sich mit dem Mythos beschäftigt. Dort findet sich zum Beispiel der Hinweis “The endless obsession with Jack the Ripper [...] trivializes violence against women [...]“.
- Einen sehr guten Buchtipp hat Margit Breuss zu bieten. Frankenstein und Belle de Jour – 30 Filmcharaktere und ihre psychischen Störungen. Gedacht eigentlich für Studenten, welche die verschiedenen Fazetten der psychischen Erkrankungen kennen lernen sollen, ist es vielleicht auch für andere interessant. Die Idee hinter dem Buch leuchtet mir ein, denn anhand von Filmcharakteren werden psychischen Störungen erläutert – etwas das jeder anhand der Filmbeispiele nachvollziehen kann. Zwei Kapitel hat Margit auch schon zugeordnet, eines geht an Dieter und Paul und Rudolph und dreht sich um multiple Persönlichkeiten und das andere um die Psychosen von Tweakers und bezieht sich -> darauf, diese Empfehlung werde ich gerne weiterreichen – Montag mehr.
- Zugegeben, es hat nicht allzu viel mit Krimi zu tun, aber interessant ist die Liste der Top Ten Mythen des Mittelalters die Jery Westerton zusammengestellt hat schon, hier eine Auswahl:
1. People didn’t bathe. Dieser Mythos wird immer wieder widerlegt und ist dennoch nicht tot zu kriegen.
2. Meat was covered in sauces because it was rotten. Nun ich stell mir ja auch immer vor, dass die extrem scharfen indischen (und insbesondere thailändischen) Gerichte, faulen Geschmack überdecken sollen -:) – und (nicht nur) Sojasauce ist ein Produkt “verdorbener Speisen”.
3. Flat Earth. Steht schon so in einem Buch von Tratschke, der Streit am Ende des 15. Jahrhunderts ging um die Größe der Kugel, weniger um die Kugelgestalt der Erde.
7. Witch Burning. Angeblich erhängt und nicht verbrannt. Tratschke sprach von 300.000 bis 500.000 verbrannten Hexen in Europa, insbesondere Deutschland – vielleicht ist Tratschke aber auch schon angejahrt.
10. Animals congregated in the thatching to keep warm and when it rained, they’d sometimes slip and fall off the roof. Hence the saying: It’s raining cats and dogs. Auch wenn Westerton eine Erklärung für den Spruch liefert, scheint mir sein Ursprung immer noch strittig, dass die Tiere durchs Dach fielen, ist allerdings eine eher selten gebrachte Erklärung.
- Sandra Ruttan hat diese Woche den Crime Fiction Carnival zu Gast und greift eine Idee des Vorgänger auf, weg von der blogzentrierten hin zur beitragszentrierten Darstellung. Michael Chabon und Jeffrey Ford schreiben über Genrelabel, Anne Frasier fragt, ob Autoren gebrochene Seelen haben und Stuart MacBride amüsiert uns zum Thema Gedankenlosigkeit. Darüber hinaus liefert Sandra aber auch einige Links zu interessanten Blogs wie zum Beispiel Graveyard Shift.
bernd



