Auch Michael Chabon hat gewonnen
Mai 7, 2008 von krimileser
Es war mir irgendwie durch die Lappen gegangen, dass The Yiddish’s Policemen Union (deutsch: Die Vereinigung jiddischer Polizisten) jetzt auch schon einen großen Erfolg zu verzeichnen hat. Während die Kriminalautoren sich beim Edgar nicht so recht trauten, besaßen die Fantasy- und Science Fiction Autoren mehr Mut.
Denn das Buch hat den Nebula Award in der Kategorie “Bestes Buch” gewonnen.
Die Nebula Awards sind, wenn man so will, das Pendant zum Edgar und auch vom Renommee als gleichwertig anzusehen.
Interessant eigentlich. Es ist ja nicht so, dass das Buch ein schlechter Krimi wäre (J. Kingston Pierce von Rap Sheet war sogar ziemlich angetan), an Fantasy oder Science Fiction hätte ich nicht gedacht, obwohl man vermutlich die Vorstellung eines alternativen Ablaufs der Weltgeschichte, bei dem die Juden nach dem zweiten Weltkrieg ein Staat in Alaska aufgebaut hätten und Jiddisch sprächen, als SF deuten kann.
Wie dem auch sei, so richtig üppig ist die Zahl der Rezensionen bei uns in Deutschland bisher nicht. Neben Jim D. Madisons beim Krimikurier und meiner bei -> wtd gibt es eine skurrile Besprechung aus der Sicht eines Schachspielers und zwei literarisch ambitionierte Teile aus der Weltwoche und der Zeit. Da hatte Benjamin Blacks Christine Falls (deutsch: Nicht frei von Sünde) zwar weniger Lob, aber mehr Rezensionen erhalten.
bernd

