Die diesjährigen Nominierungen für den Edgar wurden im Januar bekannt gegeben. Kevin Wignall, dessen Buch Who is Conrad Hirst ? zu den Nominierten gehört, berichtet von Effekten der Nominierung. So beobachtete er für eine gewisse Zeit eine Zunahme der Verkäufe des Buches bei Amazon. Zwar, so schreibt er, nur einige Hundert Bücher, aber vermutlich von Lesern, die das Buch sonst nie gekauft hätten – was er zum jetzigen nicht sehen kann, behaupte ich, ist dass auch die Verkäufe über die anderen Vertriebswege zugenommen haben dürften (zum Beispiel stationärer Buchhandel), es dürfte interessant sein, zu sehen, ob die Zunahmen proportional zueinander sind.
Zum zweiten stiegen drei japanische Verlagshäuser in den Ring und versuchten die Rechte für Who is Conrad Hirst ? zu erwerben, 2010 soll das Buch nun dort erscheinen.
Es scheint traditionell so zu sein, dass Bücher, die für den Edgar nominiert sind, oder gar gewinnen, von den japanischen Verlagshäusern gesucht werden. Denn auch Naomi Hirahara berichtet darüber, dass ihr Sieg in der Taschenbuch Kategorie mit dem Buch Snakeskin Shimasen ihr einen japanischen Verleger beschert hatte. Zuvor hatte ihr Agent vier Jahre erfolglos darauf hin gearbeitet. Dabei, so könnte man annehmen, sollte für ihre Bücher in Japan tatsächlich Interesse bestehen, denn sie erzählt von japanischen Immigranten in Kalifornien.
Vogelwild scheinen allerdings die Coverbilder in Japan zu sein. Zum Vergleich das Bild der US-Ausgaben von Snakeskin Shamisen und das der japanischen Ausgabe.
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