Privatdetektive sind eine der klassischen Figuren des Krimis. Sarah Weinman verweist auf einen Beitrag auf David Montgomery’s Blog, in dem über die typischen Klischees dieses Subgenres diskutiert wird.
Vorbilder für dieses Subgenre gäbe es ja genügend, auch Agatha Christies Hercules Poirot käme in Frage, doch der ist zusammen mit seiner Schöpferin von “modernen” Krimifans ausgemustert worden, überlicherweise bezieht man sich auf die Hammett-Chandler-Macdonald Linie. Einsame, neben der Gesellschaft stehende Typen, zynisch, versoffen und frauenlos. Viel von dem kann man heute in deren Nachfolgern auch wiederfinden.
Die typischen Punkte, die David Montgomery langweilen sind
- Der eigenatige Helfer, der die Dreckarbeit macht.
- Der Detektiv, der ein Koch exquisiter Speisen ist.
- Der Detektiv mit edlem Auto.
- Der Detektiv als Sozialarbeiter.
- Der Detektiv als Sonderling.
Als weitere Beispiele wurden genannt
- Der Detektiv, der sich selber aus dem Krankenhaus entlässt
- Der ultraharte Detektiv, der ein ultrareines Herz hat und daran leidet, dass er eine Affaire mit einer Kollegin hat.
- Detektive die Rock/Jazz Musik hören, die niemand kennt.
Es schien mir Einigkeit zu bestehen, dass originelles Schreiben Klischees vermeidet und aus dem selben Material etwas Eigenständiges macht. Niemand käme schließlich auf die Idee Bruens Jack Taylor mangelnde Originalität vorzuwerfen, nach Blacks Christine Falls andererseits, sehnte ich mich schon nach einem weniger versoffenen Detektiv.
bernd



